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26. 05. 2012
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Designierter Prinz bekennt sich zu sexueller Neigung


23.07.2011 11:09 von:

Schlagwörter: Köln,Karneval,Dreigestirn,Festkomitee,2011,Juli,Vorstellung,schwul,Prinz,Bauer,J

Der Kölner Karneval ist um eine weitere Facette reicher. Bei der gestrigen Vorstellung des designierten Dreigestirn gab es eine Überraschung. Marcus Gottschalk (32), Mitglied der Prinzengarde und früherer Adjutant des Karnevalsprinzen wird als Marcus II in der kommenden Karnevals-Session die Hauptstadt der Jecken regieren. Das Festkomitee stellte die designierten Mitglieder des kommenden Dreigestirns im Kölner Karnevalsmuseum vor. Und Gottschalk selbst sorgte für die wohl größte Schlagzeile. Er lebe mit einem anderen Mann zusammen, erklärte der 32-Jährige offen. Damit ist er der erste der vielen Karnevals-Hoheiten, der sich offen zu seiner Sexualität bekennt. Bei der Entscheidung, Prinz zu werden, spielte nach Aussage aller Beteiligter aber keine Rolle.

Zusammen mit Gottschalk standen am gestrigen Freitag auch Thorsten Schmidt als designierter Bauer sowie Dr. Oliver von Rosenberg als kommende Jungfrau erstmals im Fokus der interessierten Öffentlichkeit. Nach Angaben von Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach gaben andere Kriterien als die mögliche sexuelle Orientierung und eine damit verbundene Verbeugung vor dem Zeitgeist den Ausschlag. Zumindest für den Prinzen ist das närrische Treiben und der damit verbundene Terminstress eines Karnevalsprinzen nichts Unbekanntes. Zwischen 2006 und 2010 betreute er selbst als Adjutanten den adligen Karnevalstross auf Schritt und Tritt. Für den Kölner aus Leidenschaft, der in Leverkusen seine Brötchen bei einer Tochtergesellschaft des Bayer-Konzerns verdient, ist es die Erfüllung eines Wunschtraums. Der 32-Jährige lebt zusammen mit seinem Partner in einer gemeinsamen Wohnung im Belgischen Viertel. Gottschalk zur Seite stehen zwei Juristen. Von Rosenberg ist eigentlich Dortmunder und kam erst im Jahr 2004 in Kontakt mit dem Kölschen Fasteleer. Schmidt, wie von Rosenberg als Rechtsanwalt tätig, engagiert sich überdies seit 2009 als Senator in der Kölner Narrenzunft.







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