25. 05. 2012
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Erste Bilanz des Ordnungsdienstes zum Weiberkarneval fällt positiv aus
Bei herrlichem Frühlingswetter, strahlendem Sonnenschein und vergleichsweise angenehmen Temperaturen ist am heutigen Donnerstag in der Millionenstadt am Rhein die jecke Zeit angebrochen. Hunderttausende Karnevalisten aus Köln und dem nahen und fernen Umland strömten an die "Hotspots" des karnevalistischen Treibens. Für den städtischen Ordnungsdienst und seine freiwilligen Helferinnen und Helfer begann der Tag bereits weit vor offiziellen Beginn um 11:11 Uhr. So mussten insbesondere in den frühen Morgenstunden Auto umgeparkt und notfalls abgeschleppt werden, um dem Treiben der Karnevalisten nicht im Weg zu stehen. Wie die Redaktion selbst in Augenschein nehmen dürfte, war das um 9:30 Uhr auf der Zülpicher Straße bereits größtenteils umgesetzt. Einen besonderen Schwerpunkt der Kontrollen und Aktivitäten des städtischen Ordnungsdienstes lag auch in diesem Jahr wieder auf dem Jugendschutz. Ein besonders positiver brachte das Glasflaschenverbot für die Altstadt und das Kwartier Latäng mit sich.
Bei den Kontrollen an den beiden Zonen "Altstadt" und "Zülpicher Viertel" wurde der Ordnungsdienst von mehr als 200 freiwilligen Helfer unterstützt, die an den Zugängen die Feiernden auf das Glasverbot und die Entsorgungsmöglichkeiten von mitgeführtem Glas hinwiesen. In den Verbotszonen waren im Vergleich zu den Jahren, in denen es noch kein Glasverbot gab, erheblich weniger Glas und Scherben zu sehen, was sich voraussichtlich auch wieder in den Statistiken der Rettungsdienste zu Patienten mit Schnittverletzungen abzeichnen wird. Die Stadt Köln freut sich, dass die Feiernden die Regelungen akzeptieren und Glasflaschen zum größten Teil zu Hause lassen. Auch die Entsorgung der mitgebrachten Flaschen an den Zugängen lief reibungslos, hieß es dazu weiter. Tatsächlich wiederholte sich an den Sammelstellen vor den Verbotszonen das, was die Verantwortlichen bereits am 11. November sowie im Straßenkarneval im vergangenen Jahr beobachten konnten. Die Jecken akzeptierten das Glasverbot. Zwar gab es in diesem Jahr mit 738 Kontaktgesprächen offenbar einen erhöhten Informationsbedarf. Nach Darstellung der Verantwortlichen gab es darüber jedoch keine Beschwerden. Immerhin hatte die Stadt an den Kontrollpunkten insgesamt 55.000 Plastikbecher bereit gestellt, damit die Feiernden den Inhalt ihrer Flaschen umfüllen konnten. Nach einer Zwangsandrohung vor einem Jahr stand in diesem Jahr die Zahl "0" in der offiziellen Statistik. Lediglich ein Kioskbesitzer wurde innerhalb der Verbotszone dabei erwischt, wie er Glasbehältnisse verkaufte. Gegen den Betreiber wurde ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.
Weitere StatistikenAuch ansonsten fiel die Bilanz eher positiv aus. 147 Jugendschutzkontrollen waren bis 15 Uhr etwas weniger als im Vorjahr (2010: 153). 48 mal musste der Ordnungsdienst einschreiten, weil Minderjährige Wein, Bier und vor allem Spirituosen konsumierten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies zwar eine deutliche Steigerung. Allerdings sorgte das eher winterliche Wetter im vergangenen Jahr dafür, dass deutlich weniger Jecke auf den Straßen feierten. In allen Fällen veranlasste der Ordnungsdienst, dass der alkoholhaltige Inhalt der mitgeführten Behältnisse ausgekippt wurde. Deutlich gesunken ist die Zahl der beim Rauchen erwischten Jugendlichen. Gegenüber dem Vorjahr (2010: 57) hat sich die Zahl mit 28 mehr als halbiert. Acht Verstöße stellte der Ordnungsdienst gegen das Jugendschutzgesetz in Gaststätten, Kiosken und Trinkhallen fest. Diese hatten alkoholische Getränke an Kinder oder Jugendliche ausgeschenkt oder zum Beispiel als preiswertestes Getränk kein alkoholfreies angeboten. Im vergangenen Jahr waren es mit elf Verstößen etwas mehr. Deutlich gestiegen ist hingegen das so genannte "Wildpinkeln", vor allem bei den männlichen Feiernden. Nach 42 Fällen im Vorjahr stieg die Zahl in diesem Jahr auf 107 an. Frauen wurden hingegen beim öffentlichen Urinieren mit fünf Fällen seltener erwischt als im Vorjahr (2010: 9). Sieben unerlaubte Außengastronomien wurden entdeckt und auf Anordnung aufgeräumt. Die Zahl der festgestellten Parkvergehen waren hingegen rückläufig, teilte die Stadt abschließend mit.


























