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26. 05. 2012
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„Faire Jecken“ kommen in diesem Jahr aus Köln


09.02.2012 00:30 von:(ehu)

Schlagwörter: Faire Kamelle,Mango,Globetrotter,Jan van Werth,Rosenmontagszug

Diese Süßigkeiten werden auch im kommenden Rosenmontagszug wieder zum Wurfmaterial. Dafür wurden Globetrotter und die Karnevalsgesellschaft Jan van Werth nun gewürdigt. Bild: Globetrotter

Mit dem Titel „Faire Jecken“ dürfen sich in diesem Jahr die Kölner Karnevalsgesellschaft „Jan van Werth“ und der Outdoor-Ausstatter Globetrotter schmücken. Damit zeichnet der Kölner Verein „Jecke Fairsuchung e.V. – Faire Kamelle im Karneval“ seit 2004 Organisationen oder Einzelpersonen aus, die den Gedanken des fairen Handels auch im Karneval umsetzen.

Den unterstützen die Kölner Karnevalisten schon seit Jahren, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Seit 2008 werden sie darin von Globetrotter unterstützt. Insgesamt wurden bislang rund 30.000 faire Kamelle als Wurfmaterial spendiert – genauer: „Mango Monkeys“, getrocknetes Mango-Fruchtfleisch in der Form kleiner Affen.

Mango-Affen verhelfen Straßenkindern in Manila zu einer besseren Zukunft

Sie sind eine leckere Alternative zu den herkömmlichen Gummibärchen. Produziert werden sie auf den Philippinen und über die „dritte-welt-partner GmbH“ (dwp) importiert. Rund 5000 Kleinbauern können durch den fairen Handel bessere Export-Erlöse erzielen und ihren Familien eine gesicherte Zukunft bieten. Pro 100 Gramm „Monkeys“ führt die dwp 5 Cent an die Hilfsorganisation „Straßen der Welt“ ab, die davon wieder den Verein „Preda“ unterstützt. Dieser kümmert sich in Manila um Straßenkinder. Pro Jahr kommen so etwa 8000 Euro zusammen.

„Straßen der Welt“ wurde anlässlich der Dreharbeiten auf den Philippinen zum ersten WDR-„Tatort“ Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär gegründet. Dieser spielte in Manila, sein Thema waren Menschenhandel und der sexuelle Missbrauch von Kindern durch deutsche Touristen. Das Filmteam war von den dortigen Verhältnissen so beeindruckt, dass 1998 die Hilfsorganisation gegründet wurde.

Fairer Handel und Karneval: Nicht nur für Globetrotter passt das zusammen

Für Globetrotter entspricht das Engagement für fairen Handel der Firmenphilosophie, erklärte der Kölner Globetrotter-Mitarbeiter Sebastian Presse. Danach lege man bei seinen Lieferanten großen Wert auf die Einhaltung von Produktions- und Arbeitsbedingungen, die sozial und ökologisch verträglich sind. Im Einzelnen sind das unter anderem das Verbot von Kinderarbeit und Diskriminierung, angemessen Löhne oder Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen.

Diese Sozialkriterien entsprechen auch den Leitlinien der Business Social Compliance Initiative (BSCI), der Globetrotter zu Jahresbeginn beigetreten ist. In Köln habe es deshalb nahegelegen, sich der lokalen Tradition entsprechend im Karneval zu engagieren. Auch Rosenmontagszugleiter Christoph Kuckelkorn wirbt für „faire Kamelle“. Wie er berichtet, haben sich weitere Karnevalsgesellschaften dafür entschieden, sie in diesem Jahr als Wurfmaterial zu kaufen. Und einige, die schon klassische Süßigkeiten geordert hätten, hätten bei der Anmeldung für diese Session versprochen, im nächsten Jahr umzuschwenken.







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