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26. 05. 2012
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Glasverbot 2010: Ordnungsdienst zieht positives Fazit


16.02.2010 20:39 von:

Schlagwörter: Köln,Karnevalsbilanz,2010,Ordnungsdienst,Ordnungsamt,Parkverbot,Wildpinkler,Juge

Es drohte im Vorfeld zu einem Schildbürgerstreich zu werden. Aber am letzten Tag der diesjährigen Karnevalssession zeigten sich die Verantwortlichen des Kölner Ordnungsamtes doch zufrieden mit dem Glasflaschenverbot. Wie die Stadt Köln weiter mitteilte, war es auch so aus Sicht des Ordnungsdienstes ein deutlich ruhigeres Karnevalsfest. Das mag an der strengen Winterwitterung gelegen haben. Tatsache aber ist: Auch bei der Zahl der erwischten Wildpinkler gab es einen deutlichen Rückgang. Nach 433 registrierten Verstößen gegen dieses Verbot stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes in dieser Session lediglich 139 Verstöße fest. Auch die Zahl der Jugendlichen, die mit Alkohol erwischt wurden, sank beträchtlich. Trotz intensiver Präsenz des Ordnungsdienstes, der mit etwas mehr als 100 Mitarbeitern in den Spitzenzeiten unterwegs war, wurden zum Beispiel an Weiberfastnacht lediglich 56 Minderjährige wegen Verstößen gegen den Jugendschutz gestellt. Sie mussten ihre mitgeführten alkoholischen Getränke vor Ort auskippen. Im Vorjahr waren es alleine an Weiberfastnacht 111 Verstöße. Insgesamt blieb die Zahl der mit Alkohol erwischten Jugendlichen mit 113 ebenfalls deutlich unter der Zahl des Vorjahres (2009: 175).

Überragend hingegen die Bilanz des Glasflaschenverbots. Entgegen vieler Befürchtungen zeigten sich die Feiernden überraschend tolerant gegenüber der neuen Zwangsmaßnahme. Sie wurde aus Sicht der Stadt notwendig, weil neben der Häufung von Schnittverletzungen im vergangenen Jahr während des Straßenkarnevals vor allem aggressive Personen liegengebliebene Glasflaschen als Wurfgeschosse oder gar als Waffen benutzten. Der Stadtrat hatte nach der entsprechenden Berichterstattung mit einem Auftrag an die Verwaltung reagiert und ein Konzept eingefordert, wie man dieser Aggression vorbeugen kann. Zwar gab es auch in diesem Straßenkarneval wieder zahlreiche Vorfälle von aggressiven und randalierenden Personen. Aber zumindest eine gefährliche Waffe lag nicht mehr überall herum. Bei 3275 Ansprachen in den drei Verbotszonen in der Innenstadt gab es lediglich einen einzigen Karnevalisten, der trotz wiederholter Ansprache der städtischen Ordnungskräfte. Drei Kioskbetriebe verkauften innerhalb der Verbotzone trotz der Androhung empfindlicher Strafen weiterhin Getränke in der gläsernen Verpackung. Gegen alle drei leitete der Ordnungsdienst ein Verfahren ein. Nach Angaben der Stadt zeigten sich auch die Anwohner und Anlieger mit der Umsetzung der Maßnahme zufrieden.

Deutlich gestiegen waren hingegen die Zahl der Verstöße gegen Parkverbote. Insbesondere an den beiden Umzugstagen Sonntag und Montag war der Verkehrsdienst des Ordnungsamtes damit beschäftigt, geparkte Fahrzeuge entlang der Zugstrecke zu registrieren und gegebenenfalls abzuschleppen. Bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde waren schon zu nachtschlafener Zeit unterwegs, um den reibungslosen und pünktlichen Ablauf der großen Umzüge in der Innenstadt zu gewährleisten. So wurden im Vorfeld der sonntäglichen Umzüge stadtweit 360 Fahrzeuge abgeschleppt, ein Jahr zuvor waren es mit 219 deutlich weniger. 400 Fahrzeughalter wurden an diesem Tag verwarnt, 89 mehr als im Vorjahr. Lediglich 40 (Vorjahr: 100) Fahrzeughalter konnte rechtzeitig ermittelt werden, um ihr Fahrzeug dann doch noch ohne Abschleppdienst woanders zu parken. Auch in den Frühstunden des gestrigen Montags war die Zahl der Falschparker höher als im Vorjahr. 53 (Vorjahr: 44) Fahrzeuge wurden abgeschleppt, zusätzlich wurden 68 (Vorjahr: 54) Verwarnungen wurden ausgesprochen. An Weiberfastnacht lag die Zahl der abgeschleppten Falschparker mit 50 sogar um mehr als das Vierfache gegenüber dem Vorjahr (11) an.


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