25. 05. 2012
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Glasverbot in Kölner Innenstadt an Karneval wird fortgeführt
Seit dem 22. Dezember vergangenen Jahres ist die so genannte "Allgemeinverfügung" der Stadtverwaltung im Amtsblatt veröffentlicht. Wie die Verantwortlichen bereits vor einigen Tagen bestätigten, steht der Durchsetzung des Glasflaschenverbots für zwei Bereiche der Kölner Innenstadt nach Ansicht der Stadt nichts mehr im Wege. Insbesondere die Zahl der Schnittverletzungen hatte sich bei den ersten beiden Ausgaben des Glasverbots deutlich reduziert. Mit einigen Veränderungen geht das Konzept nun zum dritten Mal an den Start, wie die Stadtverwaltung am heutigen Freitag bekannt gab. Nachdem die Stadt bereits zum Start der Karnevalssession am 11. November 2010 den Bereich Ringe aus der Liste der betroffenen Bereiche herausgenommen hatte, soll nun in den Schwerpunktbereichen Zülpicher Straße (Kwartier Latäng) und Altstadt (rund um den Heumarkt) glasflaschenfrei die fünfte Jahreszeit gefeiert werden. Erstmals können sich in diesem Jahr die Dienststellen der Stadt mit großer Planungssicherheit auf die tollen Tage vorbereiten, da gegen die ordnungsbehördlichen Verfügungen der Stadt Köln keine Gerichtsverfahren anhängig geworden sind, wie die Stadt erneut bestätigte.
Wesentlicher Inhalt der Allgemeinverfügung ist, dass das Mitführen und die Benutzung von Glasbehältnissen an Karneval 2011 für bestimmte Zeiten in den Bereichen "Altstadt" und "Zülpicher Viertel" untersagt sind. Das Verbot gilt von Donnerstag (3. März), 8 Uhr, bis Freitag (4. März) 8 Uhr, Samstag (5. März), 18 Uhr, bis Sonntag (6. März) 8 Uhr, sowie am Rosenmontag (7. März), 18 Uhr, bis Dienstag (8. März), 8 Uhr. An den Zugangsstellen werden wieder – wie schon bei den vorangegangenen Terminen große Abfallbehälter aufgestellt. Die Erfahrungen der vorangegangenen Verbotszeiten zeigte, dass auch die Jecken das Verbot angenommen haben. Diskussionen mit den Feiernden gab es kaum, Ärger noch weniger. Vor allem für Personen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, profitieren von der Regelung. Das Risiko, dass die Reifen ihrer Gefährte durch Glasscherben zerstochen werden, ist deutlich geringer geworden. Schon vor Wochenfrist hatte Stadtdirektor Guido Kahlen beim Besuch der LVR-Förderschule Belvederestraße auf diesen Aspekt aufmerksam gemacht. Ein "Stück Barrierefreiheit" sei das, ließ der zweite Mann der Stadtverwaltung wissen.
Bei der Kontrolle der glasfreien Bereiche "Altstadt" und "Zülpicher Viertel" wird der Ordnungsdienst des Amtes für öffentliche Ordnung von mehr als 250 freiwilligen Helfern unterstützt, die die Feiernden an den Zugängen auf das Glasverbot und die für die Entsorgung von mitgeführtem Glas zur Verfügung stehenden Glascontainer hinweisen. Die freiwilligen Helfer werden zusammen auf über 4000 Einsatzstunden kommen. Sie sind in einer Infoveranstaltung für den Einsatz geschult worden. An den Kontrollstellen werden insgesamt rund 55.000 Plastikbecher verfügbar sein, in die bei Bedarf der Inhalt aus mitgebrachten Glasbehältnissen umgefüllt werden kann. Zur Kontrolle des Glasverbotes in den Verbotszonen wird der Ordnungsdienst ausschließlich eigenes Personal einsetzen, das bei Bedarf Feiernde, die mit Glas angetroffen werden, anspricht. Am 11. November waren zusätzlich noch Mitarbeiter des Düsseldorfer Ordnungsdienstes zum Einsatz gekommen. Sie sollten den Kölner Kollegen über die Schulter schauen und so eigene Erfahrungen sammeln. Auch bei der Kommunikation des Konzeptes ließ sich die Stadt nicht lumpen. 40.000 Flyer, 230 Cityposter sowie 60.000 so genannte "city cards", die in Kneipen und Gaststätten ausgelegt wurden, sollten das erneute Glasverbot bekannt machen. Das Ordnungsamt konnte bereits eine Reihe positiver Rückmeldungen von Bürgern und Anfragen aus anderen Gemeinden rund um Köln registrieren, hieß es dazu abschließend.


























