26. 05. 2012
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Karneval sichert rund 5000 Arbeitsplätze in der Region
Das Festkomitee des Kölner Karnevals hatte eine Studie in Auftrag gegeben. Nun hat die Boston Consulting Group die Ergebnisse ihrer Nachforschungen auf den Tisch gelegt. Ergebnis: Die enorme Bedeutung des Kölschen Fasteleer erstreckt sich nicht nur auf die Gemüter der Jecken, sie ist inzwischen zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor geworden. Mit einer Wirtschaftskraft von 460 Millionen Euro sichert sie in der Region über das ganze Jahr hinweg rund 5000 Arbeitsplätze, wie die Analysten der BCG ermittelten.
Zunächst einmal profitieren Gastronomie und Taxiunternehmen sowie der Kostumeinzelhandel vom Boom des Karnevals, der trotz Wirtschaftskrise auch in diesem Jahr ungebrochen war. Aber die BCG-Analyse thematisierte auch einen anderen Aspekt, der in der Öffentlichkeit besser unter der Bezeichnung "Kölscher Klüngel" verbreitet ist. "Der Karneval ist eine große Kontaktbörse und bietet damit die Plattform für Geschäftsanbahnungen und fördert die Kommunikation innerhalb von Netzwerken", heißt es dort wörtlich. Außerdem ist der Karneval längst zu einem Markenzeichen der Stadt geworden, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Der Karneval verkörpere sozusagen den Charakter der Stadt, zeige jedoch auch die "mangelnde Ernsthaftigkeit" der Stadt, wie die Autoren der Studie herausfanden. Einen Organisationstipp hielten die BCG-Experten auch noch bereit. Die derzeitigen Entscheidungsstrukturen müssten aufgebrochen, die Planung und Gestaltung der Umzüge professionalisiert werden, heißt es dort. Derzeit lasse die Organisation des Kölschen Karnevals zu wenig Raum für Innovation.


























