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26. 05. 2012
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Keine Glasflaschen im Straßenkarneval


24.11.2009 22:38 von:

Schlagwörter: Köln,Straßenkarneval,Flaschenverbot,Glasflasche,Altstadt,Ringe,Zülpicher,Viertel

Nachdem der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim im August dieses Jahres die flächendeckenden Verbote von alkoholischen Getränke an strenge Auflagen band, musste auch die Stadt Köln ihr eigenes Konzept zum Straßenkarneval anpassen. Ursprünglich sollte in den Hochburgen des Kölner Straßenkarnevals in der Zülpicher Straße ein totales Alkoholverbot durchsetzen. Aber wegen des Urteils war schnell klar, dass die so geplante Regelung nicht "gerichtsfest" sei. Bereits vor wenigen Wochen hatte die Stadt angekündigt, ein überarbeitetes Konzept in die nächste Beratungsfolge des Stadtrates einzubringen. Nun stellte Stadtdirektor Guido Kahlen und Vertreter der Sicherheitspartner in Köln das neue Konzept vor. Rund 200 Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes sollen an den beiden heißen Tagen des Karnevals (Weiberfastnacht bis Rosenmontag) das Verbot durchsetzen. Alkoholgenuss im öffentlichen Raum wird erlaubt bleiben, nur eben aus anderen Materialien wie Glas. Während an den Ringen das Verbot über die ganzen fünf Tage herrscht, wird es am Karnevalsfreitag im Zülpicher Viertel und in der Altstadt ausgesetzt. Das Glasverbot gilt allerdings auch hier an den anderen Karnevalstagen.

Neben der schwierigen Reinigung für die städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe sind es vor allem Verletzungen bei Stürzen sowie die Beschädigung von Einsatzfahrzeugen, die ein Verbot nahe legen. Hinzu kommt ein Fall aus dem vergangenen Jahr. Mit einer aufgeschlagenen Glasflasche hatte ein Mann im Straßenkarneval dieses Jahres einem anderen schwere Schnittverletzungen zugefügt, die Ermittler werteten das als versuchten Totschlag. Außerdem soll die Maßnahme und das massive Aufgebot an Ordnungs- und Sicherheitskräften die Zahl der Betrunkenen reduzieren, so Kahlen. Während für die Feiernden sich mit der neuen Regelung kaum etwas ändern wird, müssen die Kioskbetreiber in den entsprechenden Vierteln neue Genehmigungen beantragen und sich zudem an den Gemeinschaftskosten, zum Beispiel für die mobilen Toilettenhäuschen, beteiligen, wie die Verantwortlichen weiter ausführte. Der Verkauf von hochprozentigen Alkoholika bleibt an diesen Tagen indes generell verboten. Sollten dennoch Glasflaschen verkauft werden, müssen diese noch im Ladengeschäft umgefüllt werden.

Der zusätzliche Personalaufwand wird alleine durch die rund 100 zusätzlichen Ordnungskräfte bei rund 60.000 Euro liegen. Die Stadt will damit an den Eingangszonen zu den Geltungsbereichen des Verbots aufgestellt werden, um auf die Maßnahmen hinzuweisen. Das städtische Jugendamt will die Zahl der eingesetzten Streetworker nochmals erhöhen. Sie sollen vor allem im Vorfeld der staatlichen Ordnungsmacht präventiv eingesetzt werden. Mit dem neuen Projekt "Hart am Limit" soll zudem der Kontakt zu alkoholisierten Jugendlichen auch nach der Ausnüchterung aufrecht erhalten werden. Die Jugendsozialarbeiter sollen in Gesprächen möglichen Suchtgefahren von jungen Menschen vorbeugen. Auch für andere Jugendschutzkonzepte wie das kostenlose Jugendkonzert "Jecke Dance" auf dem Kölner Neumarkt sollen ausgebaut werden, kündigte die Stadt abschließend an.







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