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26. 05. 2012
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Köln bereitet sich auf Karnevalseröffnung vor


05.11.2009 00:33 von:

Schlagwörter: Köln,Karneval,Session,2009,Eröffnung,Straßenkarneval,Alkoholverbot

Stadt, Polizei und Rettungsdienste werden zur Karnevalseröffnung am kommenden Mittwoch (11. November 2009) wieder alle Hände voll zu tun haben. Hunderttausende Jecke werden bei der traditionellen Sessionseröffnung die Innenstadt stürmen. Nicht nur der Heumarkt, Ort der offiziellen Feierlichkeit, sondern auch die Partymeilen auf den Ringen, im Friesenviertel und im Quartier Latäng werden im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stehen. Allerdings befürchten die Verantwortlichen auch in diesem Jahr wieder mit Handlungsbedarf für Sicherheits- und Rettungskräfte. Zwar wollen die Verantwortlichen ihre konkreten Planungen erst am kommenden Freitag vorstellen. Im Vorfeld dieser Pressekonferenz wurden allerdings bereits Details der bevorstehenden Maßnahmen diskutiert.

So wurde bereits am Dienstag ein Vorstoß der Stadtverwaltung bekannt, dass an bestimmten Spitzenzeiten gelten soll. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes in Mannheim sieht allerdings enge Grenzen vor. So wird das Falschenverbot vor allem die Kioskbetreiber treffen, angesichts der derzeit eher düsteren wirtschaftlichen Aussichten ist diese Maßnahme für einige Betreiber sogar existenzgefährdend, machen sie doch gerade mit Flaschenbier und anderen alkoholischen Getränken just an diesen Tagen gute Umsätze. Inzwischen aber ist auch die Stadtverwaltung von ihrer harten Haltung abgerückt. Gemeinsam mit den Sicherheitspartnern und dem Festkomitee Kölner Karneval will man nun zunächst die Maßnahmen für den bevorstehenden Mittwoch erläutern. Noch in diesem Jahr aber soll der Stadtrat über eine weitere Vorlage zu diesem Thema debattieren. So könnte an Weiberfastnacht und an Rosenmontag in den Brennpunktgebieten ein Flaschenverbot herrschen.

Für die betroffenen Wirte und Kioske sollen Sondererlaubnisse zum Ausschank in Plastikbechern vergeben werden, war im Vorfeld zu hören. Nach den handgreiflichen Auseinandersetzungen an Weiberfastnacht 2009 forderten Politiker und die Verwaltungsspitze ein konsequentes Vorgehen. Damals war von einem flächendeckenden Flaschenverbot die Rede. Diese Maßnahmen seien aber nach Meinung von Rechtsexperten nur dann zulässig, wenn eine generelle Gefahr von den Flaschentrinkern ausgehe. Das aber sei nur zu bestimmten Zeiten, wenn überhaupt nachweisbar.

Unter den Rettungsdiensten gab es für den Verwaltungsvorstoß Applaus. So begrüßte der Hilfsdienst der Malteser die angedachten Maßnahmen zu den Spitzenzeiten. Die Hilfsorganisation argumentiert dabei mit den Erfahrungen auf der Dortmunder Love-Parade im vergangenen Jahr. Die Hilfskräfte registrierten dabei im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung einen Rückgang von 90 Prozent bei den Schnittverletzungen. Auch das Verbot von harten Alkoholika stößt bei den Rettungskräften auf Zuspruch. So waren trotz umfassender Aufklärung über Kampagnen wie "Keine Kurzen für Kurze" und Sanktionen gegen Kioskbetreiber und Straßenverkäufer, die Schnaps und anderes Hochprozentiges an Jugendliche verkaufen, gab es auch in der vergangenen Saison zahlreiche Schnapsleichen, das jüngste Opfer war gerade mal zwölf Jahre alt. "Karneval darf keine rechtsfreie Zeit sein", so die Hilfsorganisation in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme. Aber neben Hilfs- und Sicherheitskräften und den Schankbetrieben sind vor allem die Eltern in der Pflicht, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. Eine Forderung, der sich auch Politik und Verwaltung anschließen kann.







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