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25. 05. 2012
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Köln: Designiertes Dreigestirn fährt ÖPNV


06.01.2010 19:27 von:

Schlagwörter: Köln,Dreigestirn,Session,2010,Prinz,Bauer,Jungfrau,Hofburg,Pullman Hotel,KVB,Neu

Das hat es so in dieser Form bisher noch nicht gegeben. Das Kölner Dreigestirn zieht mit der Straßenbahn in die "Hofburg", das karnevalistische Hauptquartier der Tollitäten im Kölner Pullman Hotel, ein. Um 9 Uhr trafen sich die Karnevalisten samt Tross in der KVB-Zentrale in Köln-Braunsfeld. Nach einem gemeinsamen Frühstück stiegen Markus Zehnpfennig, Hubert Hornung und Wolfgang Martin Fritsch in die KVB-Bahn ein. Drei Runden auf dem Betriebsgelände des städtischen Verkehrsunternehmens mit den designierten Repräsentanten des Kölsche Fasteleer dürften Prinz, Bauer und Jungfrau selbst am Volant des Triebwagens sitzen und das tonnenschwere Gefährt über die Gleise lenken. Dann ging das Ruder zurück an den Straßenbahnfahrer, der für seine Geduld sogleich einen Orden erhielt. Das Dreigestirn wird in diesem Jahr von der Karnevalsgesellschaft Große Braunsfelder e.V. gestellt und so war die Fahrt mit der KVB alleine schon aus der räumlichen Nähe gegeben.

Am Neumarkt mussten die Karnevalisten den Zug dann verlassen. Nicht nur die Heizung sorgte im Inneren der kurzen Fahrt von Braunsfeld in die Innenstadt für warme Füße. Die Domstädter hatten aus Anlass der offiziellen Fahrt des Dreigestirns in ihr neues Ersatz-Zuhause eigens ihren Spielmannszug mitgebracht. Mit Pauken und Trompeten sorgten die Karnevalisten für den entsprechenden Klangteppich. So mancher wird sich am späten Vormittag an der Station über die Geräusche aus dem Inneren der Bahn gewundert haben. Viele wussten Bescheid und so standen an einigen Haltestellen bereits Karnevalisten aller Altersstufen und bereiteten dem neuen Dreigestirn einen würdigen Empfang. Am Neumarkt versammelten sich derweil die Fahnenträger der großen Kölner Karnevalsgesellschaften. Gemeinsam schlenderte man dann durch die City in Richtung Pullman Hotel. Mit einer so genannten Köln-Rikscha, einem pedalbetriebenen Gefährt mit sieben Sitzplätzen ging es dann quer durch die City, gefolgt von weit über 100 Karnevalisten samt Spielmannszug, Abordnungen und weiteren Gästen aus den Kölner Karnevalsgesellschaften.

In der neuen Heimstätte von Prinz, Bauer und Jungfrau folgte dann der offizielle Teil. Wie schon in den Vorjahren erhielten die drei den symbolischen Schlüssel von Hoteldirektor Rolf Slickers. In den kommenden knapp sechs Wochen werden die drei "Großen Braunsfelder" nach ihren bis zu zehn Terminen täglich hier nächtigen. Im Gegenzug wurde der Hotelier mit dem Titel des Ehrensenators der Karnevalsgesellschaft ausgezeichnet. Beide kennen sich allerdings schon etwas länger. Traditionell findet die große Herrensitzung in den Räumen des Pullman Hotels statt. Mit weißen Overalls ausgerüstet dürften die drei zudem das offizielle Köln-Wappen bepinseln. Erst am frühen Nachmittag kehrte dann für das Dreigestirn die Ruhe vor dem Sturm ein. Noch sind sie nicht offiziell in Amt und Würden. Die offizielle Proklamation findet erst am kommenden Freitag im Kölner Gürzenich statt. Die Höhepunkt sind am darauffolgenden Samstag im WDR-Fernsehprogramm zu sehen. Ausstrahlungstermin ist der kommende Sonntag ab 20:15 Uhr.

Dass die KVB trotz eisiger Temperaturen von minus sechs Grad Celsius diesen wie auch sämtliche anderen Triebwagen an diesem Tag reibungslos über das Streckennetz des Verkehrsunternehmens steuerte, kommt übrigens nicht von ungefähr. Eigener Auskunft zufolge hat sich das Unternehmen auf winterliche Verhältnisse gut vorbereitet. Viele alte Weichenanlagen, die bei Minustemperaturen anfällig für Störungen sind, wurden ausgetauscht und durch beheizbare Weichenanlagen ersetzt. Bis zu Temperaturen von minus zwölf Grad Celsius sei man gut vorbereitet, bestätigte KVB-Sprecher Joachim Berger. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr und dem damaligen Kälteeinbruch Anfang Januar zeigen aber, dass die Technik bei noch tieferen Temperaturen neue Überraschungen bereit halten kann. Hohes Lob gab es im Nachhinein für die Mitarbeiter der Störungsstelle. Die hat ihren Sitz auf dem zentralen Betriebshof der KVB an der Scheidtweiler Straße. Als am Montagmorgen das Stromnetz der RheinEnergie kurzzeitig ausfiel, reagierten die Mitarbeiter schnell und effizient, beteuerte das Unternehmen. Schon kurz nachdem der Strom wieder floss, ließen sie die Doppelzüge entkoppeln, um so schneller die verschiedenen Linien bedienen zu können. Das habe im morgendlichen Berufsverkehr – für viele war der Montag der erste Arbeitstag im Neuen Jahr – entscheidend dazu beigetragen, das sich die Wartezeiten der meisten Verbindungen in Grenzen hielten, erklärte Berger abschließend.


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