Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





25. 05. 2012
Seite drucken

Kölner können gut feiern – Vorbereitung auf den 11.11.


06.11.2009 20:57 von:

Schlagwörter: Köln,Karneval,Session,Eröffnung,2009,Konzept,Polizei,Ordnungsdienst,Jugendamt,Ju

Die Domstadt erwartet bei der bevorstehenden Eröffnung der Karnevalssession 2009/2010 mehr als 100.000 jecke Gäste. Für die Sicherheits- und Rettungskräfte bedeutet der kommende Mittwoch allerdings Großkampftag. Stadtdirektor Guido Kahlen betonte bei der heutigen Pressekonferenz im Vorfeld der Sessionseröffnung, dass es Aufgabe der Stadt und seiner Partnerinstitutionen sei, dass eine friedliche und ausgelassene Feier ermöglicht wird. "Kölner können gut feiern, auch wenn der Tag für einige Anlass gibt, diese Feiern zu stören. Feiern geht aber auch ohne Hochprozentiges und ohne Gewalt", erklärte der Stadtdirektor. Dass die Stadt den Ratsauftrag von Beginn dieses Jahres, ein Konzept gegen Gewalt im Straßenkarneval vorzulegen, noch nicht nachgekommen sei, liege an den rechtlichen Rahmenbedingungen. So hat – trotz nachvollziehbarer Erfolge eines Alkoholverbots in der Freiburger Innenstadt – der Verwaltungsgerichtshof Mannheim im August dieses Jahres eben jene Anordnung in seinem Urteil "gekippt". "Ein noch so gut gemeintes Konzept nutzt nichts, wenn es vor Gericht keine Unterstützung findet", begründete Kahlen die Verzögerung. Das überarbeitete Konzept, wie die Stadt Köln mit Spirituosen im Straßenkarneval umgehen will, soll in der 48. Kalenderwoche in die Beratungsfolge des Stadtrates eingebracht werden, kündigte der Stadtdirektor an.

Die Kölner Polizei wird sich – ähnlich wie im vergangenen Jahr – auch in diesem Jahr wieder mit ihren gelben Westen und damit für alle gut sichtbar präsentieren. Nicht nur Flaschenwerfer, auch Diebe und Schläger sollen keine Chance haben, den Karneval in seinem friedlichen Ablauf zu stören, kündigte der Einsatzleiter der Kölner Polizei, Volker Lange, an. "Krawallmacher und Kriminelle haben hier nix zu suchen", stellte Lange klar. Damit aus der Sessionseröffnung indes kein wirklich teures Erlebnis wird, hatte der Polizeibeamte noch ein paar Tipps auf Lager. So sollten Karnevalisten, die in die Zentren des rheinischen Frohsinns in der Altstadt, Ringen, Friesenviertel und Quartier Latäng (Zülpicher Straße) strömen, möglichst wenig Wertsachen mitnehmen. "Das teuerste Blackberry kann zu Hause bleiben, für den abendlichen Anruf reicht der alte Knochen", riet Lange. Und damit die Arbeit der Polizei im Kampf gegen Kriminalität wirklich nachhaltig wirken kann, rief er potenzielle Augenzeugen von Straftaten dazu auf, sich bei der Polizei als Zeugen zu melden. Das sei Grundlage für spätere Betretungsverbote, die die Polizei aussprechen kann, wenn ein Straftäter rechtskräftig verurteilt wird. Das aber kann erst geschehen, wenn Zeugen vor Gericht die Vorfälle bestätigen. Zwar nannte die Polizei keine exakten Zahlen, aber die Streifenbeamten werden auch in diesem Jahr wieder von der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Für die infrastrukturellen Rahmenbedingungen wird der städtische Ordnungsdienst sorgen. So kündigte der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Robert Kilp, an, alleine in der Zülpicher Straße zwischen Ringen und Dasselstraße 30 Toilettenhäuschen, eine Toilettenwagen sowie zwei so genannte Urinalrinnen aufzustellen. Die Stadt will somit das Wildpinkeln in Grenzen halten. Am Rheinufer werden zudem fünf Glascontainer aufgestellt, um die gläsernen Überreste der Riesen-Party aufzunehmen. Für die Zülpicher Straße gilt überdies am kommenden Mittwoch ein absolutes Halteverbot. Werden die Halter der Fahrzeuge nicht ermittelt, lässt die Stadt notfalls die geparkten Fahrzeuge absperren, kündigten die Verantwortlichen an. Das Ordnungsamt wird dabei auch die Kioskbetreiber nochmals auf die geltenden Jugendschutzgesetze aufmerksam machen. Mit einer flächendeckenden Plakataktion wird überdies auch in diesem Jahr wieder auf das Alkoholverbot für Kinder und Jugendliche hingewiesen. 230 Stadtinformationsanlagen und 800 Miniposter werden in diesen Tagen aufgehängt oder sind bereits installiert.

Um dem Phänomen des so genannten "Binge Drinkings" ("Kampftrinken") vorzubeugen, will auch das Jugendamt in Teamstärke ausrücken. Die Leiterin des Kölner Jugendamtes, Carolin Krause, kündigte an, acht Streetworker mit Arbeitskleidung sowie vier Mitarbeiter des ASD ("Allgemeiner Sozialer Dienst") einzusetzen. Ziel der Sozialarbeiter ist es, mögliche Konflikte zwischen den Jugendlichen frühzeitig zu entschärfen. Auch alkoholisierten Kindern und Jugendlichen sollen sich die ASD-Mitarbeiter annehmen. Unterstützt werden sie dabei von der Kölner Feuerwehr und den Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD. An den Brennpunktgebieten werden die Organisation örtliche Unfallhilfsstellen aufbauen. Die Zahl der Rettungsfahrzeuge soll bei Bedarf um das Doppelte aufgestockt werden, kündigte der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes der Kölner Berufsfeuerwehr, Prof. Dr. Axel Lechleutner, an. Den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) obliegt im Anschluss an die Feierlichkeiten die Aufgabe, die Straßen in den besagten Schwerpunktgebieten vom Unrat der Feier zu befreien. Schon während des Treibens am 11.11. sollen die Mitarbeiter der AWB in mehreren Schichten den Müll wegräumen. 75 Reinigungskräfte, zehn Kolonnenwagen, zehn Kehrmaschinen sowie zusätzliche Spezialfahrzeuge sind für den Einsatz vorgesehen. Während die Verkehrsachsen bereits in der Nacht auf den kommenden Donnerstag gereinigt werden, findet die eigentliche Endreinigung der Straßen und Plätze zwischen 6 und 12 Uhr am Tag danach statt.

Die Verkehrsmaßnahmen von Stadt und KVB findet Sie auf den städtischen Internetseiten unter: www.stadt-koeln.de.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse