26. 05. 2012
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Kölner Straßenkarneval: Später wurde es aggressiv
Alle Jahre wieder übernehmen an Weiberfastnacht die Jecken die Geschicke in der Domstadt. Trotz Dauerfrost war es auch am gestrigen Donnerstag wieder so weit, Zehntausende strömten in die Kölner City, um hier abzufeiern. Nach einer zunächst ruhigen und friedlichen Feier stieg im Tagesverlauf die Zahl der Aggressionen allerdings mit steigendem Alkoholkonsum an. Die Kölner Polizei war an diesem Tag mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und musste im Laufe des Abends ganze Arbeit leisten. Im Kölner Stadtgebiet wurden im Laufe des Tages 84 Personen in Gewahrsam genommen, die Beamten sprachen 159 Platzverweise aus. 36 Schlägereien, 43 Randalierer und 81 Körperverletzungen führten am Ende zu insgesamt 99 Strafverfahren, darunter auch zahlreiche Taschendiebstähle. Alles in allem war dies ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2009: 143), so die Sicherheitsbehörde.
Besonders positiv war in diesem Jahr aus Sicht der Polizei, dass wegen des Glasflaschenverbot fast keine gefährlichen Geschosse mehr auf die Beamten fielen. "Wir sind sehr zufrieden. Vor allem gab es keinen Flaschenwurf gegen Einsatzkräfte, wie das in den vergangenen Jahren leider häufig der Fall war", erklärte Polizei-Einsatzleiter Volker Lange. An den 46 Kontrollstationen zur Verbotszone verlief das Einsammeln mitgeführter Glasflaschen weitgehend ruhig und ohne Zwischenfälle. Wie die Stadtverwaltung am Vortag bekannt gab, waren die Stationen mit insgesamt 222 freiwilligen Helfern besetzt. Ihre Aufgabe bestand vor allem darin, die Maßnahmen zu erläutern und auf die möglichen Sanktionen hinzuweisen.
Auch im Stadtgebiet von Leverkusen war es im Vergleich zum Vorjahr deutlich ruhiger. Die Beamten stellten hier sechs Körperverletzungen, 20 Platzweise und einen besonders aggressiven Karnevalisten fest. Letzterer versucht sich massiv gegen den Zugriff der Beamten zu wehren. Im Gegensatz zu Köln sorgten rund 300 feiernde Jugendliche in der Fußgängerzone von Schlebusch für jede Menge Glasbruch und starke Verschmutzungen.


























