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26. 05. 2012
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Kölsche Volksfront will Volkssitzung im Mediapark


29.01.2008 23:00 von:

Schlagwörter: Volkssitzung,Mediapark,SPD,Antrag

Nach langer und hitziger Diskussion beschloss der Stadtrat jedoch etwas völlig anderes.   So soll nach dem Mehrheitswillen von SPD, Grünen und der Fraktion Die Linken die Verwaltung eine öffentliche Proklamation des Dreigestirn untersucht werden. Die könnte – ohne Zelt – auf dem Neumarkt stattfinden, stellten die Redebeiträge von Vertretern der SPD und der Grünen fest. Unverständnis bei der CDU: „Seit 25 Jahren findet die so genannte Volkssitzung mit großen Erfolg auf dem Neumarkt statt. Und plötzlich soll sie nicht mehr stattfinden“, empörte sich Bürgermeister Josef Müller (CDU). FDP-Ratsherr Diemtar Repgen drückte sein Unveständnis über diese Auswirkung des mehrheitlich beschlossenen neuen Platzkonzeptes gar mit einer Büttenrede aus. „Su wed das Brauchtum schenge, dä Quatsch (Platzkonzept, Anmerkung der Redaktion) muss weg, dä Anzuch pass nit“, so Repgen. Auch Ratsherr Dr. Martin Müser, in diesem Jahr als Jan von Werth unterwegs, zeigte sich „erschrocken“ über die Ignoranz gegenüber den ehrenamtlichen Tätigkeiten der Kölschen Karnevalisten. „Der Kölner Karneval lebt von der bunten Mischung

Keine Zeltveranstaltung auf dem Neumarkt – Volkskarneval 2008 zum letzten Mal

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Michael Zimmermann warf hingegen den Antragstellern Populismus vor. „Sie benutzen den Karneval zum Stimmenfang. In keiner der früheren Debatten, wo es um das neue Platzkonzept, war der Volkskarneval für sie ein Thema“, so Zimmermann. Selbst als es um die Erlaubnis ging, die Volkssitzung zum letzten Mal stattfinden zu lassen, haben alle Fraktionen „ja“ gesagt“, erklärte Zimmermann weiter. Stattdessen brachte Zimmermann eine Idee seines Parteifreundes und ehemaligen Oberbürgermeisters Dr. Norbert Burger ins Spiel, einen Tag nach der offiziellen Prinzenproklamation im Gürzenich eine öffentliche auf dem Neumarkt folgen zu lassen. „Dann haben wir zwei große Veranstaltungen in Köln“, erklärte der SPD-Mann. Auch die Grünen unterstützten diesen Vorschlag. „Die Veranstaltung wäre sogar kostenlos“, erklärte Grünen-Ratsherr Andreas Wolter. Zum zukünftigen Verbot der Zeltveranstaltung widerlegte seine Parteifreundin und Fraktionsvorsitzende Barbara Moritz, dass es sich überhaupt um eine Volkssitzung handele. „Zwei mal 1500 Leute in einem Zelt, das ist nicht das Volk von Köln. Die Menschen können auch ohne Zelt feiern oder seid ihr aus Zucker“, konterte Moritz. Genau diese Vorschriften brachten schließlich FDP-Ratsherr Manfred Wolf auf die Palme. Er bezeichnete seine Kollegin von den Grünen als „pädagogische Terroristin“, die ihre Ziele mit Hilfe ehemaliger Terroristen erreichen wolle, so Wolf weiter. So viel Aufregung ließ SPD-Fraktionschef Martin Börschel relativ unberührt. Der konterte die Aufregung betont kühl. "Das Spektakel beherrschen sie. Aber ihr Antrag ist Mumpitz. Zudem hat der Vorschlag Burgers neue Spielräume eröffnet und der Mediapark ist ebenfalls gut erschlossen und erreichbar", so Börschel abschließend.







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