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26. 05. 2012
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Krawall-Karneval an Weiberfastnacht


26.02.2009 02:31 von:

Schlagwörter: Köln,Ordnungsdienst,Polizei,Weiberfastnacht,Gewalt,Aggressivität

Der Start in den diesjährigen Straßenkarneval hatten sich nicht nur Polizei und Ordnungsdienst ruhiger gewünscht. Vor allem im Bereich der Altstadt, wo auf dem Kölner Heumarkt um 11:11 Uhr die heiße Phase eingeläutet wird, aber auch im Quartier Lateng entlang der Zülpicher Straße waren Hundertschaften der Kölner Ordnungskräfte damit beschäftigt, die latent aggressive Stimmung im Griff zu behalten. Trotz der intensivierten Bemühungen um weniger Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen stieg die Zahl derer, die unerlaubterweise Alkohol konsumierten und dabei angehalten wurden, um weit mehr als das Doppelte an. Die Maßnahmen des Kölner Ordnungsdienstes richteten sich dabei vor allem auf den Jugendschutz. Gegen 34 beanstandete Kiosk- und Gaststättenbetriebe leiteten die Mitarbeiter des Kölner Ordnungsdienstes an diesem Tag mehr als doppelt so häufig Ordnungswidrigkeitsverfahren ein wie im Vorjahr (16). 111 Minderjährige wurden belehrt, weil sie Alkohol mit sich führten. Die sicher gestellten Getränke wurden dabei an Ort und Stelle entleert. Im vergangenen Jahr wurden bis 16 Uhr gerade einmal 43 Verstöße registriert. Drei wilde Händler, die ohne städtische Genehmigung Getränke und Speisen an das feiernde Volk abgaben, mussten ihre Stände schließen. Auch das war mehr als im vergangenen Jahr. Erfreulich war hingegen, dass die Zahl der erwischten Wildpinkler von 298 im Vorjahr auf 264 in diesem Jahr zurückging. Allerdings stellten die Ordnungskräfte zunehmende Verstöße von Frauen fest. Nach zehn im vergangenen Jahr wurden in diesem Jahr 17 Frauen beim Urinieren außerhalb der dafür vorgesehenen Orte erwischt. Weit mehr als die Hälfte der Erwischten zahlten vor Ort das Verwarngeld in Höhe von 35 Euro, der Rest wird in den kommenden Tagen schriftlich zur Zahlung aufgefordert.

Neue Qualität von Gewalt

Während den Kölner Ordnungskräften bei den Kontrollen von Jugendlichen sogar noch teilweise Verständnis entgegen kam, musste sich die Kölner Polizei mit den negativen Konsequenzen übermäßigen Alkoholkonsum herumschlagen. Ungewöhnlich früh erreichte die Masse der Feiernden dabei einen offenbar kritischen Pegel. Vor allem im Bereich der registrierten Körperverletzungen stieg die Zahl der Vorfälle gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Nachdem es zunächst ruhig losging, erreichte die Zahl der Gewahrsamnahmen bereits um 16 Uhr die Zahl von 40. Im Jahr zuvor wurde dieser Wert erst zwei Stunden später erreicht, wie der Einsatzleiter der Kölner Polizei, Volker Lange, mitteilte. Bis zum frühen Abend gelang es aber den Einsatzkräften, durch starke Präsenz und niederschwelliges Einschreiten größere handgreifliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Bis 18 Uhr registrierten die Polizeibeamten in Köln 15 Schlägereien, 15 Streitigkeiten, sieben Randalierer und 18 Körperverletzungen. 22 hilflose Personen mussten ambulant betreut und versorgt werden. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits 70 Personen in Gewahrsam. Auch in Leverkusen wurden bereits am frühen Mittag erste handgreifliche Auseinandersetzungen und eine latent aggressive Stimmung festgestellt. Aber auch hier gelang es den Beamten vor Ort, die Situation rechtzeitig zu beruhigen.







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