26. 05. 2012
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Preisgekrönte Karnevalsorden
(js) Ina Jauk hat als Preisträgerin schon Routine: Bereits zum dritten Mal landete sie beim Wettbewerb "Fest in Gold" für den besten Karnevalsorden auf dem ersten Platz. Diesmal hatte die Goldschmiede-Azubi im dritten Lehrjahr mit einem "Brettspiel" in der Kategorie "Originalität und Ideenreichtum" gewonnen. Dabei gilt es, ein mit dem H1N1-Virus behaftetes Schweinchen so einzukreisen, dass es nicht mehr entkommen kann – es wird, getreu dem Sessionsmotto "En Kölle jebützt", buchstäblich gesund geküsst.
Den Siegerorden um den Hals zu tragen dürfte allerdings nicht nur des Gewichts wegen reichlich unbequem sein. Das gilt auch für viele andere, oft sperrige eingereichten Kleinod-Unikate, die in wochenlanger Arbeit entstanden. Doch ist das ja auch nicht der eigentliche Sinn, vielmehr gilt es, vielfältiges handwerkliches Können beim Hämmern, Ziselieren, Sägen, Applizieren oder Löten zu beweisen. Und schließlich Phantasie. Und die gibt‘s es reichlich. Da küssen sich das Rechts- und Linksrheinische, Colonius und Dom neigen sich zueinander, ein anderer Dom lässt sich öffnen und zeigt kussbereite Froschkönige, Colonia bützt Schweinchen – natürlich mit Mundschutz. Auch zwei Autos haben sich furchtbar lieb, per Hebel dürfen sie immer wieder ihr Blech in Berührung bringen. Sieger in der Sparte "Handwerkliches Können" wurde Julia Lange: Ihr Orden ist eine Dose, in der sich zwei Eheringe verstecken.
Insgesamt 18 Arbeiten von Praktikantinnen, Auszubildende und Junggesellinnen – das männliche Geschlecht war eindeutig eine Minderheit – wurden von den Fachleuten bewertet. Zahlreiche Sonderpreise sorgten dafür, dass am Ende fast keiner leer ausging. Nicht einmal die Ausbildungsbetriebe: Für "ihren Einsatz und ihre Geduld" gab es erstmals eine anerkennende Urkunde vom Festkomitee Kölner Karneval, verliehen von dessen Präsident Markus Ritterbach. Alle Wettbewerbsstücke werden bis Karneval in der Kassenhalle der Kreissparkasse am Neumarkt ausgestellt.


























