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26. 05. 2012
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Stadt stellt Kampagne "Keine Kurzen für Kurze" vor


12.02.2007 23:00 von:

Schlagwörter: Kampagne,Alkoholprävention,Stadt Köln,Ordnungsdienst

Zum achten Mal findet die Kampagne im Vorfeld der Karnevalstage statt. Neben Plakaten und dem Einsatz von Ordnungskräften vor allem an Weiberfastnacht gibt es auch in diesem Jahr wieder die zentrale Veranstaltung „Jecke Dance“.  Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Stadtdirektor Guido Kahlen stellten die Kampagne gestern im Rathaus vor.

Auf 230 City-Light-Postern (175x118cm) im gesamten Stadtgebiet Stadtgebiet macht die Stadt bereits seit Dienstag vergangener Woche auf die Kampagne aufmerksam: Insbesondere Wirte und Kioskbesitzer sollen dabei auf den Jugendschutz hingewiesen werden. „Die Kampagne verfolgt das Ziel, dem Alkoholmissbrauch im Jugendalter entgegen zu wirken. Der übermäßige Konsum von Alkohol im Jugendalter ist nicht ausschließlich ein Kölner Problem. Das ist auch ein Problem des Umlandes“, betonte Bürgermeisterin Elfi-Scho-Antwerpes (SPD). Auch die Bezirksregierung habe das erkannt und angeordnet in den Schulen ihres Bereiches die Schülerinnen und Schüler erst ab 12:30 Uhr aus der Schule zu entlassen, lobte die SPD-Politikerin. Nach einer aktuellen Untersuchung der Katholischen Fachhochschule in Köln haben bereits 40 Prozent der Jugendlichen in den Klassen 7 und 8 Erfahrungen mit Alkohol gesammelt, in der Oberstufe liegt der Anteil bei 93 Prozent. Insbesondere das „Kampftrinken“ oder „binge drinking“ bereitet Sorgen. Mehr als die Hälfte aller Oberstufenschüler (53 Prozent) gab an, dies schon mal betrieben zu haben, erläuterte Scho-Antwerpes weiter. Insgesamt sechs Beratungsstellen im gesamten Kölner Stadtgebiet bieten betroffenen Jugendlichen und Eltern Informationen und konkrete Hilfestellungen in Fällen von Alkoholmissbrauch an.

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln wird dabei auch in diesem Jahr wieder alle Hände voll zu tun haben. Im vergangenen Jahr registrierten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes 103 Vorfälle. „Die Alkoholgetränke werden dann vor Ort ausgeschüttet. In der Regel sind die Jugendlichen einsichtig“, erklärte Katja Nieters vom Kölner Ordnungsamt. 15 Verfahren gegen Gaststätten- und Kioskbesitzer, acht „wilde Händler“ sowie 462 „Wildpinkler“ wurden dabei alleine an Weiberfastnacht erwischt. Vor allem bei letzterem Verstoß registrierten die Ordnungskräfte der Stadt Köln 2006 gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Zunahme (+ 14,9 Prozent).

Jecke Dance 2007 auf dem Neumarkt


An Weiberfastnacht veranstaltet die Stadt Köln ab 13 Uhr zusammen mit dem Paritätischen Wohlfahrtverband und dem Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V. auf dem Neumarkt ab 13 Uhr „Jeck Dance 2007“. „Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder viel Resonanz bei den Jugendlichen zu finden“, so Scho-Antwerpes weiter. Als Veranstaltung für Jugendliche bieten die Organisatoren bis 21 Uhr zwölf verschiedene Programmpunkte. Linus und der Kölner Jugendchor St. Stephan werden auch auf der Bühne stehen.

Ordnungsdienst bereits unterwegs

Bereits im Vorfeld des Karnevals ist der Ordnungsdienst der Stadt Köln eigenen Angaben zufolge bereits im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um Wirte und Kioskbesitzer auf die Vorschriften beim Verkauf von Alkohol an Jugendliche hinzuweisen. Bei Verstoß drohen den Gewerbetreibenden empfindliche Strafen von einem Bußgeldverfahren bis hin zur Schließung des Betriebs. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen Bier, Wein, Obstwein und ähnliche Getränke erhalten, wenn sie nicht bereits erkennbar betrunken sind.

Für Weiberfastnacht kündigte der Ordnungsdienst zusätzliche Fußstreifen insbesondere im Umfeld der Schulen in den Vororten Kölns an, heißt es in dem Maßnahmenkatalog der Stadtverwaltung weiter. Bereits im Vorfeld hatte der Stadtrat eine Erhöhung des Verwarngeldes für „Urinieren in der Öffentlichkeit“ beschlossen. Wer beim Pinkeln im Freien erwischt wird, muss mit einem Verwarngeld von 35 Euro rechnen.







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