26. 05. 2012
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Weiberkarneval 2010: Jecken nehmen Glasverbot an
Das Glasflaschenverbot hat zumindest in den Anfangsstunden des heutigen Weiberkarnevals für deutlich aufgeräumtere Straßen gesorgt. Am späten Nachmittag verkündete die Stadt die ersten Ergebnisse zur Großeinsatzlage Straßenkarneval. An den 46 Kontrollstationen zu den Verbotszonen kam der überwiegende Teil der angesprochenen Karnevalisten der Bitte nach, ihre mitgeführten Glasflaschen in den dafür vorgesehenen Containern zu entsorgen. Zumindest bis zur Mittagszeit lag auf den Straßen der Ringe, der Zülpicher Straße und der Altstadt deutlich weniger Glasbruch als im Vorjahr zur gleichen Zeit. Ebenfalls positiv war die außerordentlich hohe Bereitschaft, den Anweisungen der Helfer und Ordnungskräfte nachzukommen. So wurden bis ca. 15 Uhr zwar rund 550 Feiernde in den Verbotszonen auf mitgeführte Glasfalschen angesprochen, aber nur eine einzige Personen erhielt bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ein Ordnungsgeld. Auch die Kioskbetriebe kamen in der überwiegenden Mehrheit dem Glasverbot nach. Ein einziger Betrieb verkaufte trotz den Verbots Glasflaschen und darüber hinaus auch noch an Minderjährige. Neben einem Zwangsgeld in Höhe von 1000 Euro muss sich der Mann nun auch wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz verantworten. Ihm droht ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, hieß es dazu weiter.
Im Laufe der ersten Stunden nach dem offiziellen Startschuss des Straßenkarnevals führten die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes deutlich mehr Kontrollen durch als im vergangenen Jahr. Waren es im Vorjahr bis 15 Uhr genau 111, erhöhte sich diese Zahl in diesem Jahr auf 153. 26 Minderjährige wurden mit Alkohol erwischt, die sichergestellte Getränke wurden an Ort und Stelle ausgekippt. 57 mussten auf Anordnung der Ordnungsdienstmitarbeiter ihre Zigaretten löschen. Insgesamt müssen nach den ersten Kontrollen elf Gaststätten- und Kioskbesitzer wegen Ausschank von alkoholischen Getränken an Jugendliche mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen. Das sind deutlich weniger als im Vorjahr, wo 34 Gastronomen und Einzelhändler aufgefallen waren. Noch deutlicher zurück ging die Zahl der Wildpinkler. Nach 247 Männern im vergangenen Jahr waren es in diesem Jahr bis zur Mittagszeit nur 42, auch bei den weiblichen Karnevalisten sank die Zahl der Wildpinkler von 17 auf neun. Die Verantwortlichen führen das vor allem auf das verbesserte Toilettenkonzept zurück. Deutlich angestiegen sind hingegen die Parkverstöße. Nach elf im Vorjahr verteilten die Außendienstmitarbeiter der Stadt in diesem Jahr 50 "Knöllchen". Die meisten konnte ihren Wagen selbst wegfahren, 17 mussten abgeschleppt werden, sechs mehr als im vergangenen Jahr.


























