Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





26. 05. 2012
Seite drucken

Aachener Weiher: Feuerwehr pumpt Frischwasser in den See


19.07.2010 13:24 von:

Schlagwörter: Köln,Aachener Weiher,2010,Tiersterben,Frischwasser,Berufsfeuerwehr,Einleitung,Sa

170.000 Frischwasser pro Stunde, das ist die Menge an Frischwasser, die seit dem heutigen Montag in den Aachener Weiher gepumpt werden. Damit wollen die Verantwortlichen die kritische Situation an dem 1,80 Meter tiefen Gewässer verbessern. Die Feuerwehr wurde dabei im Auftrag des Kölner Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen tätig, zu deren Zuständigkeitsbereich die Kölner Gewässer gehören. Das Frischwasser wurde zudem vor der Einleitung in den Weiher mit Sauerstoff angereichert, wie die Verantwortlichen betonten. Nach Ansicht der Kölner Fachleute gilt diese Methode als wirksamste Ad-hoc-Maßnahme, um Gewässer bei Extremtemperaturen mit Sauerstoff anzureichern. Die Feuerwehr wird die Pumpen dort bis auf Weiteres rund um die Uhr betreiben. Der Aachener Weiher erhält über den Rautenstrauch und den Clarenbach oberirdisch geführtes Wasser. Auf dem circa 2,3 Kilometer langen Weg zum Aachener Weiher vermindert sich der Wassereintrag in den Aachener Weiher durch Verdunstung, besonders natürlich bei extrem hohen Temperaturen. Das Grünflächenamt pumpt bereits im Stadtwald zusätzliche Massermengen in die Kanäle.

Zugleich soll der Kölner Angelverein, der das Gewässer im Auftrag der Stadt bewirtschaftet und dafür Pacht zahlt, den Fischbestand im See kurzfristig verringern. Das sorge für eine zusätzliche Entlastung des Gewässers. Ursache für das Wasservogelsterben ist nach Ansicht der Experten der Kölner Veterinäraufsicht Botulismus bei den Wasservögeln. Bedingt durch die hohen Wassertemperaturen hat sich dastoxische Bakteriums Clostridium botulinum im Bodenschlamm explosionsartig vermehrt. Dessen Ausscheidungsprodukte sind jedoch hochgiftig und werden beim Gründeln von Enten im Schlamm freigesetzt und anschließend durch die Schleimhäute von den Enten aufgenommen. Das Gift führt zur Lähmung und damit zum Tod der Tiere. Das Bakterium ernährt sich unter anderem von zu Boden gesunkenen Futterresten aller Art. Aus diesem Grund hat die Stadt Köln bereits vor Jahren für alle Kölner Gewässer ein striktes Fütterungsverbot erlassen. Das zuständige Amt will nun die Lage am Aachener Weiher kontinuierlich überprüfen. Die Lage wird auch die Kölner Kommunalpolitik beschäftigen. In ihrer ersten Sitzung sollen die Umweltpolitiker im Ausschuss für Umwelt und Grün einen entsprechenden Bericht erhalten. Dort soll auch vorgetragen werden, wie man mittelfristig mit solchen Extremwetterlagen umgehen will, teilte die Stadt abschließend mit.


Linktipp:

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:

16. Juli 2010: Tote Tiere am Aachener Weiher sorgen für Unruhe







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse