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26. 05. 2012
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Affe aus Stahl ist neuer Zoo-Bewohner


12.09.2011 17:07 von:

Schlagwörter: Köln,Kölner Zoo,Petermann,Affe,Schimpanse,Fuchs,Naegeli,Graffiti,Gooyear,Skulptu

(ehu) Chance verpasst! Dabei hätte es nahegelegen: ein Denkmal für Petermann, den Schimpansen, der 1985 aus seinem Käfig ausbrach, den damaligen Zoodirektor angriff, ihn lebensgefährlich verletzte und dann von der Polizei erschossen wurde. Und der seitdem Symbol für den freiheitsliebenden, anarchischen Charakter des Kölners schlechthin ist. Zwar steht seit dem gestrigen Montag gegenüber dem ehemaligen, heute geschützten Affenhaus eine Skulptur mit Affe. Doch ist es kein Schimpanse, sondern ein Klammeraffe.

 

Immerhin, mit ihrem langen Klammerschwanz scheint sich die metallene Affensilhouette aus dem Stahlgitterkäfig in die Freiheit zu schwingen. So jedenfalls interpretiert Zoo-Vorstand Christopher Landsberg die Skulptur. "Sie symbolisiert den Versuch des modernen Zoos, möglichst ohne Käfige auszukommen." Eine Interpretation, der sich der Kölner Künstler Anton Fuchs gerne anschloss: "Ich bin überzeugt, dass man hier alles tut, um Tiere artgerecht zu halten."

Die neue Stahlskulptur ist ein Geschenk des Reifenherstellers Goodyear

Ob die moderne, luftige Skulptur der Anfang einer Reihe "Kunst im Zoo" ist, ließ Landsberg offen. Zwar gab es in den letzten Jahren regelmäßig auch Kunstausstellungen im Zoo, zuletzt eine mit Arbeiten von Harald Naegeli, dem "Sprayer von Zürich". Doch sonst zieren lediglich eine Diana mit Gepard, ein weißer Hirsch und eine Büste des Zoogründers Caspar Garthe die Parkanlagen, dazu in den Häusern versteckt einige kleine Plastiken. Nicht zu vergessen allerdings die Zoomauer an der Riehler Straße, die in diesem Frühling mit modernen Graffiti-Bildern verschönert wurde.

 

Die neue Skulptur wurde dem Zoo von Goodyear Dunlop Deutschland geschenkt. Der Reifenhersteller zahlte dafür einen "namhaften Betrag", Wiederholung nicht ausgeschlossen. Fuchs schuf das Kunstwerk im Rahmen seines Werkzyklus‘ "Network/Vernetzungen". Zunächst eigentlich eher für Vernetzungen in der Industrie gedacht, erweiterte er den Inhalt bald bald auch auf soziale Gefüge. Sein aktuelles Werk symbolisiert für ihn die "Vernetzung von Mensch und Tier".

 

Darum findet der 53-Jährige, seit seiner Kindheit regelmäßiger Besucher des Zoos, auch den Standort seiner Arbeit "genial". Schließlich sei moderne Kunst dazu da, den Betrachter zum Nachdenken anzuregen. Auch und gerade an "dieser Stelle, an der wir unsere Freizeit genießen".

 





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