26. 05. 2012
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Aktion für ein Klimagesetz in Nordrhein-Westfalen
Eine handvoll Aktivisten der in Berlin ansässigen "Klima-Allianz†kamen am heutigen Montag nach Köln, um vor dem Kölner Hauptbahnhof für mehr Klimaschutz einzutreten. In Nordrhein-Westfalen, hier leben etwas mehr als ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland, werden mehr als ein Drittel des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid emittiert. Damit belegt das Bindestrich-Land in der Statistik der Bundesländer den letzten Rang. Symbol der Aktion, die in zehn weiteren Städten des Landes für Aufmerksamkeit sorgen soll, ist das Pferd aus dem Wappen des bevölkerungsreichsten Bundesland. An die Kette gelegt durch eine symbolische Kugel mit der Aufschrift "CO²" wurde das papierne Ross am heutigen Montag symbolträchtig auf der Domtreppe von seinen Fußketten befreit. Bis zu den Landtagswahlen wollen die Aktivisten mindestens 50.000 Unterschriften sammeln. Ziel ist die Verabschiedung eines neuen Klimagesetzes für das Land. Am morgigen Dienstag steht der Tross samt Symbolfigur in Aachen, danach sind Bielefeld, Münster und Duisburg an der Reihe, ehe die Aktion in der Landeshauptstadt Düsseldorf ihren Abschluss findet.
Innerhalb der NRW-Kommunen liegt die Domstadt in Sachen Klimaschutz zumindest nicht in der Abstiegszone, wie Anton Pieper von der Klima-Allianz erklärte. Tatsächlich hatte der Stadtrat erst vor wenigen Wochen ein Klimakonzept der Stadtverwaltung als Arbeitsaufgabe auf den Weg gegeben. Auch die Aktivitäten des stadteigenen Versorgungsunternehmens RheinEnergie AG in Richtung erneuerbare Energiequellen unterstützen diese Aussage. Ziel der Forderung nach einem konkreten Klimagesetz sind Befürchtungen, es werde in Sachen Klimaschutz auch nach den Wahlen bei Floskeln bleiben. Im Visier haben die Initiatoren vor allem die großen Neubauprojekte der Landesregierung zur Verstromung von Kohle. "Wir sind nicht gegen Kohlekraftwerke, aber wir sind gegen den Neubau solcher Anlagen", betonte Pieper. Alleine in den kommenden Jahren plant die derzeitige Landesregierung den Bau von gleich zehn neuen Großfeueranlagen. "Ein Sündenfall" wie der von Datteln, wo ein Gericht den Weiterbau untersagte, dürfe sich nicht wiederholen, so Pieper.
Die Aktion der Berliner "Klima-Allianz" wird auch von zahlreichen Prominenten unterstützt, darunter dem Hamburger Musiker Jan Delay, der Band Culcha Candela, dem Düsseldorfer Kabarettisten Volker Pispers sowie namhaften Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft. Weitere Informationen zur Unterschriftenaktion in NRW und zu den dort aufgestellten Forderungen finden Sie auch im Internet unter: www.klimaschutzgesetz-nrw.de.


























