26. 05. 2012
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AWB setzen auf Präventionsprojekte
Oberbürgermeister Jürgen Roters war am heutigen Donnerstag zu Gast auf dem Betriebshof der stadtnahen Abfallwirtschaftsbetriebe AWB. Auf dem weitläufigen Gelände am Maarweg im Kölner Stadtteil Bickendorf waren zugleich auf 16 Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Kerkrader Straße aus Köln-Nippes zu Gast. Sie dürften nach einer kleinen Maleinlage als erste das neue AWB-Spiel "Unser Köln soll sauber werden" testen. In einer Kombination aus Memory und Mensch, ärger Dich nicht geht es aber nicht darum, besser zu sein als die anderen. Vielmehr sollen schon die Kleinen den Teamgedanken spielerisch erlernen und dabei die eigene Stadt, die auf dem illustrierten Spielbrett dargestellt ist, vom Dreck und Unrat räumen. Nach der ersten Spielaktion dürften die Fünfjährigen dann unter Begleitung ihrer Erzieherinnen gemeinsam das Gelände der AWB erkunden. Dabei gab es viel Spannendes zu sehen, allerdings auch – das war so manche Kindernase sicher nicht gewöhnt – der Gestank der Abfälle einer Millionenstadt wie Köln. So blickten die Kleinen unter anderem im Führerhaus der Verladestation auf den weiteren Weg des Mülls. Der wird von den Abfallwagen der AWB in eine unterirdische Wanne ausgeleert, die anschließend mit einem hydraulischen Schieber in "versandfertige" Container zur Müllverbrennungsanlage nach Köln-Niehl gepresst wurde. Zuvor müssen die ankommenden Lkw auf einer knapp 20 Meter langen Waage Halt machen, damit hinterher klar wird, wie viel Müll jeder einzelne Lkw zur Verladestation bringt.
"Wir werden unsere Präventivangebote in den kommenden Monaten weiter ausbauen. Frei nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", betonte der Geschäftsführer der AWB, Herbert Winkelhog. Extra für das Projekt mit den Kölner Kindertagesstätten hat die AWB eine eigene pädagogische Fachkraft eingestellt. Ein weiterer Neuzugang soll sich um die Sauberkeit in den so genannten Brennpunktbezirken kümmern. Winkelhog mahnte dabei nicht weniger als einen Bewusstseinswechsel in Sachen Sauberkeit an. "Es muss geil werden, eine Stadt sauber zu halten", so der ehemalige Stadtdirektor. Oberbürgermeister Jürgen Roters zeigte sich sichtlich angetan. "Ich werde das nach Kräften unterstützen", gelobte das Kölner Stadtoberhaupt. Roters begrüßte zugleich auch Überlegungen der AWB, die pädagogischen Angebote in den Schulbereich auszudehnen. "Dass die AWB dazu extra eine pädagogische Fachkraft eingestellt hat, zeigt die Ernsthaftigkeit des Anliegens", lobte der erste Bürger der Stadt. Und auch die Kinder selbst scheinen zumindest das neue Spiel begeistert aufzunehmen. "Die Kinder spielen das total gerne", bestätigte die Leiterin der Kindertagesstätte Kerkrader Straße, Roswitha Müller. Ihre Einrichtung arbeitet bereits seit rund einem Jahr mit der AWB in Projekten wie diesen zusammen. So haben Kinder der Einrichtung im vergangenen Jahr bei einem anderen Projekt Müll eingesammelt und das Ganze zu einer Art Collage zusammengestellt.


























