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25. 05. 2012
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Bäderkonzept 2015: Trotz Bäderschließungen mehr Wasserfläche


26.05.2011 13:55 von:

Schlagwörter: Köln,Bäderkonzept,2011,Mai,Bahnstunden,Schließung,Weiden,Nippes,Rodenkirchen,Sta

Die Verantwortlichen für Schule und Sport innerhalb der Stadt Köln und der Geschäftsführer der stadtnahen Betriebsgesellschaft KölnBäder GmbH haben am gestrigen Mittwochnachmittag die aktualisierte Fortschreibung des Bäderkonzepts bis zum Jahr 2015 vorgestellt. Demnach sollen die beiden kleineren Bäder in Köln-Nippes und Köln-Weiden zur Mitte des kommenden Schuljahres geschlossen werden, das Bad in Rodenkirchen soll saniert und als so genanntes Teilgruppenbad geführt werden. "Die Bäderlandschaft expandiert in Hinsicht auf Quantität und Qualität. Wir haben in Köln bis 2015 keine Mangelsituation", so die Einschätzung der für Sport und Schule zuständigen Dezernentin Dr. Agnes Klein. Noch in diesem Jahr sollen drei Großvorhaben der KölnBäder ihren Abschluss finden. Den Anfang macht bis spätestens Ende Juli das Stadionbad, Ende September soll das neue Stadion an der Lentstraße, zwei Monate später das komplett sanierte Zollstockbad wieder öffnen. So ist ein mehrmonatiger Parallelbetrieb in Weiden und Stadionbad auf der einen und dem Gruppenbad (nur Schulen und Vereine) Nippes und der Lentstraße auf der anderen Seite gewährleistet. Das war eine Voraussetzung, um trotz der Schließung einen reibungslosen Übergang für Schulen und Vereine zu garantieren, so Klein weiter.

Die nun vorgeschlagene Schließung der beiden Bäder in Weiden und Nippes zur Mitte des kommenden Schuljahres hänge zudem mit dem Nutzerverhalten zusammen. Trotz entsprechender Aktionen und Initiativen sind die Besucherzahlen in den kleineren Bädern nach wie vor rückläufig und das schon seit längerer Zeit, wie Schmitt erklärte. Stellt man die derzeitigen Kosten für den Betrieb der drei besagten Bäder den Folgekosten inklusive Betrieb einander gegenüber, erspart die Entscheidung zur Schließung der beiden Bäder dem Betreiber jährliche Mehraufwendungen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro, die direkt bilanzwirksam wären. Allerdings wollen die Verantwortlichen mit dem nun vorgelegten Konzept die Zahl der Bahnstunden im Kölner Norden sogar durch die Einbeziehung des Alternativstandorts Chorweilerbad erhöhen. So lassen sich im neuen Bad an der Lentstraße samt Chorweilerbad als Alternative für Vereinsschwimmen die Bahnstunden pro Woche im Schulschwimmen von 168 auf maximal 184, im Vereinsschwimmen von 141,5 auf maximal 151,5 Wochenstunden erhöhen. Dabei soll ein Vereinsnachmittag auf den späten Montag zwischen 16 und 21 Uhr gelegt werden. Das werde keinem weh tun, so die Verantwortlichen.

Mittelfristig muss die KölnBäder GmbH trotz steigender Kosten vor allem für Energie die kritische Marke von 20 Millionen Euro Verlust pro Jahr einhalten. In diesem Jahr werden es wohl rund 18,5 Millionen, wie Geschäftsführer Schmitt ausführte. Die Spielräume in der Bilanz wären komplett aufgebraucht, wenn neben Rodenkirchen auch der Betrieb der Schwimmlokalitäten in Nippes und Weiden weiter betrieben hätte. Und weil das Teilgruppenbad Rodenkirchen nach seiner Sanierung nur noch an Wochentagen geöffnet hat, spart die Stadt zusätzlich 91.000 Euro pro Jahr. Das allerdings erst ab dem Jahr 2014, denn nach derzeitigem Planungsstand ist der Beginn der Bauarbeiten für Anfang 2013 anvisiert. Zusätzliche Bustransporte der Schulen im Einzugsgebiet des vormaligen Gruppenbades in Nippes werden nach der Verlagerung des Schulsports aus Nippes in das Bad an der Lentstraße mit zusätzlichen 76.000 bis 95.000 Euro zu Buche schlagen. Kurzfristige Kostenerhöhungen schloss KölnBäder-Geschäftsführer Schmitt aber definitiv aus, auf lange habe das aber der Aufsichtsrat zu entscheiden.

Die Vorlage dazu soll noch vor der Sommerpause eine erste Beratungsfolge durchlaufen. Nachdem Sommer sind die betroffenen Bezirksvertretungen und erneut die Fachausschüsse an der Reihe. Am 13. Oktober soll die Vorlage schließlich im Rat zur Abstimmung gestellt werden. "Wir werden dazu auch Informationsveranstaltungen organisieren", versicherte Klein abschließend. Denn das damalige Vorhaben der Schließung von Nippes, Weiden und Rodenkirchen hatte im Frühjahr 2009 für viel Wirbel gesorgt und den Vorschlagenden gute Platzierungen beim ersten Bürgerhaushalt beschert. Seit dem gestrigen Mittwoch scheint das Ende für Nippes und Weiden unabwendbar.







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