26. 05. 2012
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Beate Zschäpe nach Köln verlegt
Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist in die Justizvollzugsanstalt nach Köln-Ossendorf eingeliefert worden. Das bestätigte am heutigen Donnerstag ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministerium gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Die heute 36-Jährige soll in eine Mordserie mit rechtsradikalem Hintergrund verwickelt sein, die derzeit in der Bundesrepublik für große Aufregung sorgt. Zschäpe hatte sich vor einigen Wochen selbst in Zwickau der Polizei gestellt. Sie ist nach derzeitigen Kenntnissen die einzig Überlebende einer rechtsradikalen Terrorzelle, die in den vergangenen Jahren mindestens zehn Menschen mit Migrationshintergrund kaltblütig ermordet haben soll.
Das Thüringer Trio, das unter der Bezeichnung Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) auftrat, soll unter anderem auch für den Nagelbombenanschlag in der Keupstraße im Jahr 2004 sowie für den Anschlag auf eine junge Frau iranischer Herkunft im Jahr 2001 verantwortlich sein. In einem makaberen Propagandavideo hatte die Gruppe in Anlehnung an die Comic-Figur Paulchen Panther ihre Mordserie verniedlicht. Neben der inhaftierten Zschäpe gehörten auch die beiden Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt der Gruppierung an.
Als Grund für die Verlegung gaben die Verantwortlichen an, dass sie so schneller zu Vernehmungen des Bundeskriminalamtes nach Meckenheim verlegt werden könne.


























