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26. 05. 2012
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Das "Wallraf" 10 Millionen Mal zum Ablecken


05.05.2011 07:18 von:

Schlagwörter: Köln,Wallraf-Richartz-Museum,Briefmarke,Deutsche Post,Sondermarke,Bundesfinanzmi

(ehu) Es ist das älteste und größte Museum des Landes für Kunst vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Am 1. Juli dieses Jahres feiert das Wallraf-Richartz-Museum seinen 150. Geburtstag. Als Geschenk gibt es von der deutschen Post ein Sondermarke als Geschenk. Sie kostet 85 Cent, erscheint in einer Auflage von zehn Millionen Exemplaren ist ab dem heutigen Donnerstag an den Postschaltern erhältlich. Und für Philatelisten gibt es heute sogar einen "Sonderschalter" im Museumsfoyer mit Sonderstempel.

Kulturdezernent Prof. Georg Quander erhofft sich von der Briefmarke einen millionenfachen Werbeeffekt, sie werden den "Ruhm des Museums in alle Welt tragen". Bei einer kleinen Feier am Mittwoch im Stiftersaal des Museums wurde das Wertzeichen "eröffnet". Quander durfte sich dabei über ein Album mit zwei Zehnerblocks der Marke freuen. Überreicht wurde es ihm von Werner Gatzer, Staatssekretär vom Bundesfinanzministerium. Der hatte gleich noch ein paar für "verdiente Persönlichkeiten" im Gepäck. Darunter auch eines für einen sichtlich lockeren Alt-OB Fritz Schramma.

Bilder aus dem Museum zierten schon zwei Sondermarken

Jährlich gehen rund 1000 Vorschläge für eine Sondermarke ein. Eine beim Bundesfinanzministerium angesiedelte Kommission wählt daraus im Jahresschnitt 50 Themen aus. Eine weitere Kommission erteilt dann verschiedenen Grafikern einen Auftrag, aus ihren Entwürfen wird dann der beste ausgesucht. In diesem Fall war es der des Hattingers Thomas Serres, der schon mehrfach für seine Briefmarken ausgezeichnet wurde. Das Wallraf-Richartz-Museum war schon zweimal in der Reihe "Deutsche Malerei" vertreten. 2005 erschienen zwei Sondermarken mit den Bildern "Anbetung der Heiligen Drei Könige" aus dem 14. Jahrhundert und "Muttergottes in der Rosenlaube" von Stefan Lochner.

Das Wallraf-Richartz-Museum ist ein Beispiel für das klassische Kölner Bürgerengagement. 1818 vermachte Franz Ferdinand Wallraf, letzter Rektor der Kölner Universität, der Stadt seine Kunstsammlung: 1616 Gemälde, 3875 Zeichnungen und 42.419 Grafiken. Gut 50 Jahre später schenkt der Kaufmann Johann Heinrich Richartz der Stadt insgesamt 200.000 Taler für den Bau eines Museums, das 1. Juli 1861 eröffnet wurde. Richartz war kurz zuvor gestorben.

In den letzten Jahrzehnten musste das Museum mehrmals umziehen

Das Museum wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und danach abgerissen. 1957 konnte der Neubau der Architekten Rudolf Schwarz und Josef Bernhard bezogen werden, heute ist dort das Museum für Angewandte Kunst untergebracht. 1986 kam der Umzug in das heutige Museum Ludwig, 2001 wurde dann das heutige Domizil am Rathausvorplatz bezogen. Jährlich kommen etwa 150.000 Besucher.

1999 hatte der Schweizer Gerard J. Corboud, Fabrikant für Sicherheitstechnik, dem Museum 170 Werke impressionistischer und post-impressionistischer Künstler geschenkt. Offizielle heißt das Haus seitdem Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud, aus Werbegründen soll ein schlichtes "das Wallraf" durchgesetzt werden.

"Sonderschalter" mit Stempelaktion im Museumsfoyer: 5. Mai (10-18 Uhr), 30. Juni (15-22 Uhr) und 1. Juli (10-18 Uhr).







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