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26. 05. 2012
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Die Stadt soll schöner werden


07.01.2011 10:01 von:

Schlagwörter: Köln,Masterplan,Ottoplatz,Innenstadtforum,Speer,U-Bahn,Streitberger,Soénius,Fri

(js) "Hier wird ein Projekt des Masterplans Köln gebaut" – dieses Schild könnte schon am Ottoplatz vor dem Deutzer Bahnhof stehen. Doch der unerwartete Winter verhinderte bislang den Beginn der Umbauarbeiten. Einen solchen Hinweis wünscht sich Ulrich Soénius, Vorsitzender des Vereins "Unternehmer für die Region Köln" auch für den frisch getauften L. Fritz-Gruber-Platz vor dem Kolumba-Museum. Der soll als nächstes ein neues Gesicht bekommen. Sichtbare Hinweise auf den Masterplan, der Köln schöner und fußgängerfreundlicher machen soll, tun Not. Denn das Interesse der Kölner Bürger daran scheint gering. Mangelnde Teilnahme beklagte denn auch Planungsdezernent Bernd Streitberger. Beim sechsten "Innenstadtforum" dazu am kommenden Montag hofft er auf eine deutlich größere Teilnahme als beim letzten im vorigen Sommer.

"Geld allein darf bei der Umsetzung des Masterplans nicht entscheiden", gab Soénius am Donnerstag bei der Ankündigung des Innenstadtforums Köln als grundsätzliche Marschrichtung vor. Man müsse langfristig denken, damit Köln sich im Wettbewerb der Städte besser behaupten könne. Bislang aber, darin war er sich mit Streitberger einig, "lebt der Masterplan".

Kein Frontalunterricht

600.000 Euro ließ sich der Unternehmer-Verein den Masterplan von Architekt und Städteplaner Albert Speer kosten. 2009 wurde er vom Rat verabschiedet. Ein Ergebnis am Montag nun soll am Beispiel von sieben "Interventionsräumen" der aktuelle Stand der Umsetzung – von ersten Überlegungen bis zu vollendeten Plänen – vorgestellt und mit den Kölnern und Kölnerinnen diskutiert werden. Um mehr Interesse zu wecken, soll am Montag auf den "Frontalunterricht" der bisherigen Veranstaltungen verzichtet werden. Stattdessen kündigte Streitberger im Gürzenich Informationsstände zu den einzelnen Projekten an, an denen städtische Mitarbeiter die Unterlagen erklären und die Bürgerwünsche und -kritiken aufnehmen. Zum Abschluss soll es dann noch eine "Diskussion im Auditorium" geben.

Ebertplatz

  Noch in diesem Halbjahr werden drei Szenarien zur Umgestaltung vorgelegt. Geplant ist eine Aufschüttung, der Standort des Brunnen soll erhalten bleiben. Problematisch sei der Zugang zur U-Bahn-Station, so Streitberger. Überlegungen, hier eine Tiefgarage für Anwohner zu bauen, hält er letztendlich für zu teuer.

Barbarossaplatz

Hier hoffen Streitberger und Soénius auf einen großen Wurf: Die Verlängerung wenigstens einer der beiden U-Bahn-Strecken, die bislang noch vor dem Barbarossaplatz enden. Entgegen dem Masterplan glauben sie nicht, dass sich der Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer auf einer Ebene lösen lässt.

Domumgebung

Hier soll es die Umgestaltung mit dem Dionysoshof im Osten beginnen. Dieser Teil muss bis 2014 beendet sein, da sonst die Fördermittel des Bundes von fünf Millionen Euro – ein Viertel der Gesamtkosten – verfallen. Später soll der Platz vor Kölntourist ein neues Gesicht erhalten. Als letztes müssen wohl die Betonpilze an der Nordkante der Domplatte weichen.

Opernquartier

Proteste der Bürgerinitiative "Mut zur Kultur" gibt es gegen die Pläne, alternative Standorte für die Kinderoper zu suchen. Diese soll nach den ursprünglichen Sanierungsplänen für Oper und Schauspiel in den Keller der Opernterrasse einziehen. Über eine Umgestaltung der Nord-Süd-Fahrt wird nachgedacht, der L. Fritz Gruber-Platz wird noch in diesem Jahr umgebaut.

Kulturquartier Neumarkt

Zentraler Punkt sind zusätzliche Fußgängerüberwege über die Cäcilienstraße. Hier sei man sich im Prinzip mit der KVB einig, so Streitberger. Für den "Hinterhof" des neuen Museumskomplexes zur Leonhard-Tietz-Straße wünscht er sich eine ansehnlichere Gestaltung.

Rheinufer rechtsrheinisch

Nach Einspruch verschiedener Bürgerinitiativen werden die Pläne für den Rheinboulevard überarbeitet werden, um die neuen archäologischen Funde am Deutzer Ufer zu berücksichtigen. Die Kreuzung Deutzer Brücke/Deutzer Freiheit soll fußgängerfreundlicher werden. Der Umbau des Deutzer Bahnhofes beginnt, sobald es das Wetter zulässt.

Innerer Grüngürtel

Auf dem Gelände des Großmarktes soll nach dessen Verlegung 2025 eine Bundesgartenschau stattfinden. Neben dem Neubau des Stadtarchivs am Eifelwall werden Wohnheime für Studenten entstehen.

6. Innenstadtforum zum Masterplan Köln Montag, 10. Januar , Gürzenich Ausstellung "Interventionsräume und Projekte" ab 18 Uhr Informationsveranstaltung 19 Uhr 

Zur weiteren Information:

"Der Masterplan für Köln – Albert Speers Vision für die Innenstadt von Köln" – Herausgegeben von Paul Bauwens-Adenauer und Ulrich S. Soénius, Greven Verlag, Köln 2009, 204 Seiten, 15 Euro







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