26. 05. 2012
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Elefantennachwuchs im Kölner Zoo
Der Kölner Zoo kann ein weiteres Mitglied seiner Elefanten-Familie begrüßen. Wie die Verantwortlichen des Kölner Zoo brachte die Elefantendame "Tong Koon" in der Nacht auf den heutigen Freitag ein Junges zur Welt. Nach Berechnungen der Tierärzte sollte der Nachwuchs eigentlich erst in 63 Tagen das Licht der Welt erblicken. Aber auch so war die Freude über den unverhofft frühen Zuwachs groß. Pfleger fanden das Neugeborene am heutigen Freitag neben seiner Mutter. Beiden Tieren geht es dem Vernehmen nach gut. Zoodirektor Theo Pagel, der zur Aufzeichnung der Fernsehsendung "Das Unglaubliche Quiz der Tiere" befand, konnte sich ebenfalls erst am heutigen Freitagmittag ein Bild von dem Gesundheitszustand des Jungtieres und seiner Mutter verschaffen, wie der Zoo weiter mitteilte.
Möglicherweise ist die Niederkunft aber auch planmäßig gewesen. Ein weiblicher Zyklus bei einer weiblichen Elefantendame dauert exakt 63 Tage. Es könnte demnach auch sein, dass ein Deckakt von den Pflegern und Betreuern unbemerkt geblieben war. Die Tragzeit von Elefanten ist mit 22 Monaten die längste im gesamten Tierreich. Vater des Kleinen ist erstmals der elf Jahre alte Bulle "Sang Raja". Für "Tong Koon", die auch die Mutter von "Ming Jung" ist, ist dies der erste in Köln gezeugte Nachwuchs, denn sie kam damals trächtig aus Thailand nach Köln. Der Nachwuchs scheint zwar etwas klein, dafür aber gesund. Bei der Geburt halten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos bewusst zurück. Wie in der freien Natur werden die Jungtiere im Schutze der Herde geboren und von den Verwandten zugleich liebevoll umsorgt und liebkost. Für den Kölner Zoo ist die Elefantenzucht eine echte Erfolgsgeschichte. Seit dem Jahr 2006 ist dies bereits die sechste Geburt. Eine Geburt war ein so genannter Abort einer Erstgebärenden, was im Tierreich nicht unüblich ist. Auch die übrigen vier Jungtiere "Marlar", "Ming Jung", "Maha Kumari" und "Khin Yadanar Min" wurden ohne Komplikationen in der Herde geboren.
Damit das Junge möglichst ungestört und stressfrei die ersten Tage seines irdischen Daseins verleben kann, hat das Elefantenhaus bis auf Weiteres geschlossen. Auf den Außenanlagen des Elefantenparks sind zudem nur die Bullen der Herde zu sehen. Wenn alles planmäßig und ohne Komplikationen verläuft, sollen die Kölnerinnen und Kölner bereits am kommenden Sonntag erstmals einen Blick auf das Junge werfen können. Zuvor aber muss die Mutter-Kind-Beziehung gefestigt werden, wie die Verantwortlichen betonten. Name und Geschlecht des Neugeborenen stehen derzeit noch nicht fest, teilte der Zoo abschließend mit.


























