25. 05. 2012
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Erinnerung an ermordete Juden, Sinti und Roma
(js) In einer eindringlichen Installation wird an der Hohenzollernbrücke an Roma, Sinti und Juden erinnert, die von den Nazis aus ihrer Heimat Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden. Beide Züge passierten auch Köln. Auf 26 Stelwänden sind die Porträts von rund 1500 Menschen zu sehen, die im Vernichtungslager ermordet wurden, sie stehen stellvertretend für alle Opfer des damaligen Unrechtsregimes.
Der erste Transport fand im April 1943 vom belgischen Mechelen aus statt. Er hat eine einzigartige Geschichte: Drei junge Männer stoppten den Zug, ausgerüstet mit einer roten Sturmleuchte, einer Pistole, Aufbruchwerkzeug und etwas Geld. Von den eingesperrten 1638 jüdischen Menschen konnten sie 232 befreien. Von diesen erlebten – von der belgischen Bevölkerung versteckt –119 das Kriegsende 1945. Der zweite Zug deportierte im Januar 1944 351 Roma und Sinti, darunter 166 Kinder, aus dem Sammellager Malines in Nordfrankreich nach Auschwitz, nur 16 überlebten.
Die Installation – getragen von der Initiative "Die Bahn Erinnern", vom ROM e.V. Köln und dem Jugendclub Courage – steht auf der linksrheinischen Südseite der Brücke zu Füßen des antisemitisch eingestellten deutschen Kaisers Wilhelm II. Hier wurden am 16. und 21. Mai 1940 auch rund 1.000 Kölner Sinti und Roma von Bickendorf zum Messelager Deutz getrieben. Von dort aus wurden sie in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Daran erinnert ein an dieser Stelle eingelassener Stein von Gunter Demnig. Das Projekt "Open memory" ist noch bis zum, 24. Mai zu sehen.


























