25. 05. 2012
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Freiwillige Helfer für Archiv-Erstversorgung gesucht
Auch wenn der größte Teil des am 3. März eingestürzten Archivmaterials bereits geborgen und versorgt werden konnte, sucht die Stadt nun wieder freiwillige Helferinnen und Helfer. Der Grund dafür: Seit Anfang dieses Monats befördert die Feuerwehr erneut mehr Archivalien an die Oberfläche. Nach seiner Bergung müssen die wertvollen Fundstücke aus dem Bestand der 32 Regalkilometer, die mit dem Einsturz des Archivgebäudes in einer 28 Meter tiefen Baugrube begraben wurde, mühsam und aufwändig versorgt werden. Die nun geborgenen Archivalien lagen zuletzt unter hohem Druck unterhalb des Grundwasserspiegels. Zwar verhinderte der hohe Druck, dass Wasser in die wertvollen Überreste aus den unteren Geschossen eindrang. Trotzdem benötigt die Stadt nun weitere Helfer, die bei der so genannten Erstversorgung nach der Bergung zur Hand gehen.
So muss das geborgene Material zunächst gewaschen, dann gesäubert und schließlich fachgerecht verpackt werden. Nur dann können die geborgenen Materialien möglicherweise gerettet und irgendwann einmal in einem neuen historischen Archiv eingelagert werden. "Wir sind dankbar für jede helfende Hand. Bitte setzen Sie einen Urlaubstag, ein Wochenende oder natürlich gern auch mehr Zeit für den Erhalt unserer Archivalien ein", so der Appell von Archivdirektorin Dr. Bettina Schmidt-Czaia. Die Arbeit in der Severinstraße erfolgt im Schichtbetrieb. Die Frühschicht dauert von 7 bis 14 Uhr, die Spätschicht von 13 bis 19 Uhr. Samstags und sonntags wird von 9 bis 17 Uhr gearbeitet. Wer sich für eine Mithilfe interessiert, wird gebeten, sich unter einer der folgenden Telefonnummern beim Historischen Archiv zu melden: (0221) 221-24617, 221-28748, 221-23589.
Entgegen ursprünglichen Befürchtungen konnten die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Helfer rund 85 Prozent der verschütteten Materialien bergen. Allerdings weist der größte Teil zum Teil erhebliche Schäden auf. Experten schätzen den Anteil der Archivalien, die mit nur geringen oder keinen Schäden sofort wieder archivierbar wären, auf lediglich ein Viertel.


























