25. 05. 2012
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Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr 2010
Ein ereignisreiches, spannendes und bisweilen erschütterndes Jahr neigt sich dem Ende. Köln hat ein neues Stadtoberhaupt, ein dickes Finanzloch und noch viel vor. Gerade erst haben SPD und Grüne ihre Koalitionsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Der Bürgerhaushalt ist in seiner zweiten Ausgabe ein klein wenig hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben und doch war ein Ereignis prägend für das Jahr 2009 in Köln: der Einsturz des Historischen Archivs.
Am 3. März (3.3.2009) stürzte um kurz vor 14 Uhr das Historische Archiv. Bereits am Tage des Einsturzes wurden erste Gerüchte laut, dass die Nord-Süd-Stadtbahn, die sich in einer Tiefe von bis zu über 30 Meter unter Normal durch die Innenstadt gräbt dafür verantwortlich sein sollte. Ein Wort machte die Runde, das immer wieder fiel und das vorher keiner kannte: "Hydraulischer Grundbruch". Zwei Menschen kamen zu Tode und eine Welle der Hilfsbereitschaft zeigte sich. Den damaligen Chef der Verwaltung fegte der Sturm der Enttäuschung hinweg. An einem heiligen Sonntag gab der CDU-Politiker seinen Rückzug bekannt. Ein neuer Mann kam und war doch ein Altbekannter.
Jürgen Roters übernahm das Amt und einen Berg voller Probleme. Oder besser: ein Finanzloch, wie es in dieser Dramatik und Schnelligkeit wohl einzigartig war. Und doch fielen einige wichtige Entscheidungen. Dazwischen musste die Verwaltung quasi als Tagesgeschäft ein Straßenbauprogramm abarbeiten, ein Ganztagsprogramm durchführen, ein Konjunkturpaket anschieben,. Und zum Jahresende kam dann noch ein neues Opernquartier hinzu. Gleichzeitig stiegen die Gebühren für Abwasser moderat, für Straßenreinigung und Abfallbeseitigung hingegen beträchtlich.
Zugleich munkeln erste Auguren, dass die Krise längst nicht so schnell überwunden wird, wie von vielen erhofft. In Köln gab und gibt es weiterhin deutlich mehr Arbeitslose als im Landesdurchschnitt und die Zahl der Bedarfsgemeinschaften wächst weiter an. Zugleich aber haben nicht wenige renommierte Unternehmen ihren Sitz nach Köln verlegt. Microsoft entwickelt sich immer mehr zu einem Zugpferd. Mit dem nördlichen Wohnkranhaus wird nun auch das lange geplante Ensemble realisiert. In Mülheim wird saniert, die FH wird umziehen und in absehbarer Zeit wird die Messe-City realisiert. Und in der Werbebranche sowie bei den IT-Dienstleistern zieht die Nachfrage wieder an. Das Handwerk zeigt sich überraschend stabil und entwickelt ein neues Ausbildungszentrum für regenerative Energie. Die Zeichen für das neue Jahrzehnt sind also gesetzt.
Aber was wäre Köln ohne das Ehrenamt. Die Nachrichten aus dieser Ecke taugen selten zur "Headline". Die Redaktion wird zukünftig auch weiterhin in der Rubrik "Gesellschaft" über Themen wie Spenden, Ehrungen und Intiativen berichten. Zugleich wollen wir uns weiter festigen und an der Funktionalität der Internetseite arbeiten. Damit haben wir bereits begonnen und werden auch über die Feiertage hinweg damit beschäftigt sein. Insofern danken wir vorab für Ihre Geduld. Im neuen Jahr werden wir wieder für Sie da sein und unsere Berichterstattung in gewohnter Weise aufnehmen. Bis dahin wünschen wir Ihnen Gesundheit, geschäftlichen Erfolg und privates Glück. Und wir danken für den Zuspruch und die Kritik, mit der Sie uns in dieser Zeit begleitet haben.
Herzlichst, Ihre Redaktion Köln Nachrichten


























