25. 05. 2012
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Großschadensübung am Flughafen Köln/Bonn
Am 27. Januar dieses Jahres wird auf dem Flughafen der Großschadensfall geübt. Fast 2000 Einsatzkräfte der Kölner Feuerwehren, der Polizei und anderer Rettungsdienste trainieren an diesem Tag auf dem Gelände des Flughafens Köln/Bonn den Ernstfall. Der Einsatz ist Teil der nordrhein-westfälischen Katastrophenschutzübung im Rahmen der länderübergreifenden Krisenmanagement-Übung ("Exercise"), mit der sich auch das Land Nordrhein-Westfalen auf zukünftige Katastrophen vorbereiten wollen. Ziel ist die Auseinandersetzung mit einer terroristischen Bedrohung, wie der Bund vorab festgelegt hatte. Unter anderem soll auch die Gefahrenabwehr bei Anschlägen mit chemischen und radioaktiven Substanzen trainiert werden, hieß es dazu weiter.
Für Besucher des Flughafens und die Fluggäste wolle man die Einschränkungen so gering wie möglich halten. Einen Einfluss auf den Flugverkehr soll die Übung nicht haben, wie die Stadt Köln versicherte. Allerdings sollten Autofahrer, die den Flughafen zwischen 10:30 und 15 Uhr anfahren, etwas mehr Zeit einplanen. Die große Zahl von Einsatzfahrzeugen am Übungsort könnte kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen führen. Die Stadt hat für weitere Anfragen eine Hotline unter der Rufnummer 0221 / 221 – 33733 freigeschaltet.
Bei dem Unglücks-Szenario handelt es sich um zwei terroristische Angriffe auf den Flughafen, eine mit konventionellen, im anderen Fall mit radioaktiven Stoffen. 700 Mitarbeiter der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes sowie mehr als 1000 Beschäftigen der Landes- und Bundespolizei werden an der Übung teilnehmen. Zudem sollen die Befehlsketten sowie die Koordinierung in den verschiedenen Krisenstäben beim Landesinnenministerium, der Bezirksregierung und der Stadt Köln auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden, teilten die Verantwortlichen mit. Das Land Nordrhein-Westfalen testet über den Kölner Horizont hinaus an drei weiteren Standorten den Umgang mit Katastrophen-Szenarien. Auf Bundesbene findet an diesem Tag die länderübergreifende Stabsübung LÜREX 2010 statt. An sie gliedern sich die Übungen im Land NRW an. ""Es ist uns wichtig, mit den Ländern und dem Bund die Strukturen von Krisenmanagement auf dieser Ebene zu üben. Wir nutzen die Vorgaben aber auch, um in Nordrhein-Westfalen ganz praktisch unsere Fähigkeiten im Katastrophenschutz zu testen und zu optimieren", erklärte der nordrhein-westfälische Innenminister den Sinn regelmäßiger Übungen dieser Art. Nur so könne man auch im Ernstfall den "bestmöglichen Schutz" der Bevölkerung gewährleisten, so Ingo Wolf abschließend.


























