25. 05. 2012
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Hafengegner wenden sich an Lindlar
Die Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen hat sich in einem offenen Brief an Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar erneut ein fundiertes Hafen-Logistikkonzept gefordert. Lindlar hatte sich in der vergangenen Woche gegen die Pläne für eine Wohnbebauung im Deutzer Hafen ausgesprochen. "Mit ihrer Forderung, Deutz soll Industriehafen bleiben, setzen Sie eine unheilvolle Diskussion fort, die Köln seit über 20 Jahren beschäftigt, aber nicht zu einer Problemlösung beigetragen", erklärten die Autoren des Briefes. Die Bezirksregierung betreibe ein Verwirrspiel, so der Vorwurf der Ausbaugegner.
Hafengebiete sind Gewerbegebiete wie andere auch. Die Hafengegner kritisierten dabei, dass die derzeitige Diskussion an der eigentlichen Problematik vorbeigeht. "Bis heute wird auch in Gutachten nicht klar getrennt, welcher Logistikumschlag ist wasserseitig und braucht einen Hafen und welcher nicht", so die Autoren des Briefes weiter. Dies aber müsste klar definiert werden, um auch die Bedarfe der entscheidenden Akteure vor Ort heraus zu bekommen. So sind beispielsweise in Niehl nur rund 40 Prozent des Containerumschlag tatsächlich auf den Hafen als Logistikkanal angewiesen, so das Argument der Hafenausbaugegner.
Im Rahmen der Diskussion forderten auch die Gegner des Godorfer Hafenausbaus erneut eine überregionale Zusammenarbeit geplant. Dabei sollten auch die Hafenbetriebe in Neuss/Düsseldorf und auch Duisburg mit einbezogen werden.


























