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25. 05. 2012
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Hippodom früher als erwartet fertig gestellt


28.05.2010 08:16 von:

Schlagwörter: Köln,Kölner Zoo,Hippodom.Flusspferde,Krokodile,Attraktion,2010,150 Jahre,Jubiläu

Flusspferden und Krokodilen beim Schwimmen zusehen, das ist ab dem heutigen Freitag im Kölner Zoo möglich. Ab diesem Tag ist das neue Hippodom allen Besuchern zugänglich. Am späten Vormittag wird die neue Attraktion nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit und knapp zwei Monate früher als ursprünglich geplant den Besucherinnen und Besuchern übergeben. Nicht nur Krokodile und Flusspferde tummeln sich dann in dem neuen Gelege, das mit einem 480 Kubikmeter großen Wasserbecken für die Flusspferde und einem weiteren 100 Kubikmeter großen Schaubecken für Krokodile auch die Techniker vor eine große Herausforderung stellt. Eine moderne Wasseraufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 540.000 Litern pro Stunde sorgt dafür, dass die Besucher die Wildtiere ständig in klarem Wasser sehen können. Damit ist gewährleistet, dass das Wasser in den beiden Schaubecken in einem Zeitraum von einer bis drei Stunden komplett ausgetauscht werden kann. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen 80 Exemplare von 15 verschiedenen Tierarten in ihr neues Domizil verlegt. Weitere Verlegungen, vor allem von tropischen Fischarten sollen in den kommenden Wochen folgen, kündigten die Verantwortlichen des Zoos an. Sogar die Katholische Kirche segnete die neue Attraktion am Nordende des Zoos im Kölner Stadtteil Riehl. Domprobst Dr. Norbert Feldhoff nahm diese Handlung am heutigen Freitag persönlich vor.

Die Eröffnung ist damit mehr als rechtzeitig zur anstehenden 150-Jahr-Feier, die der Kölner Zoo in diesem Jahr begehen wird. Am 22. Juli findet dazu eine große Feierlichkeit statt. Beheizt wird die tropische Umgebung durch eine Fernwärmeleitung der Kölner RheinEnergie AG, die auch sonst bei der technischen Ausstattung strategischer Partner war. Um dem Zoo Energie und damit hohe Betriebskosten zu ersparen, wird beispielsweise die Wärme des Rücklaufs der Heizungsanlage zur Erwärmung des Beckenwassers benutzt. Denn die Lebensumgebung der tropischen Bewohner darf Temperaturen von 20 Grad bei Flusspferden bzw. 22 Grad bei den Krokodilen nicht unterschreiten. An der Süd-Westfassade ist überdies eine Photovoltaikanlage eingebaut, die Sonnenlicht in Strom verwandelt und in das Netz des Energieversorgers einspeist. Die Pflanzenbeete werden mit einer so genannten "Tröpfchenbewässerung" über dort verlegte perforierte Schläche mit dem Grundstoff allen Lebens versorgt. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius öffnen sich automatisch Fenster an der Decke des Hippodoms. Im Winter erfolgt über einen Wärmetauscher eine Energierückgewinnung für die Beheizung des tropischen Innenlebens, auch dies spart Primarenergie, wie die RheinEnergie bestätigte.

Insgesamt investiert der Kölner Zoo rund 15 Millionen Euro in das Großprojekt rund 15 Millionen Euro. Mit fast zwei Millionen Besuchern pro Jahr ist der Kölner Zoo die Nummer 2 unter den Kölschen Besucherattraktionen, allerdings mit deutlichem Abstand hinter dem Kölner Dom. 2008 begannen die Vorbereitungen für den Hippodom. Ende April vergangenen Jahres wurde in der Baugrube der Grundstein gelegt. Inklusive der 750 Quadratmeter großen Außenanlage beläuft sich die "Nutzfläche" für Tiere und Pfleger auf rund 3500 Quadratmeter.


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