25. 05. 2012
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HWWI/Berenberg: Rheinschiene ist Sieger des neuen Standortrankings
Im Jahr 2008 stellten das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und die ebenfalls in der Hansestadt ansässige Berenberg Bank das erste gemeinsame Standortranking zur Zukunftsfähigkeit von 30 deutschen Großstädten. Bei der ersten Studie unter 30 deutschen Großstädten belegte die Millionenmetropole am Rhein noch Rang sieben. Düsseldorf rückte sogar von Platz elf auf Rang drei vor. Die ersten beiden Plätze in dem Ranking verbleiben aber – wie schon 2008 – in Frankfurt am Main und München. Auf dem vierten Rang komplettierte die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn die erfolgreiche Platzierung der Großstädte entlang der Rheinschiene. Der vormalige Drittplatzierte – die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart – rutschte hingegen auf Rang 16 ab. Letzter bleibt demnach Chemnitz, auch hier ergab sich keine Änderung. Die beiden anderen Millionenstädte Hamburg und Berlin kamen nur auf Rang sieben und acht.
Die Studie will Anhaltspunkte für die wichtige Frage nach der Zukunftsfähigkeit geben. Untersucht werden unter anderem Erreichbarkeit, Internationalität, Bevölkerungswachstum und Arbeitsproduktivität. Während Köln vor allem bei der Anbindung an die Verkehrssysteme, bei der Internationalität und beim prognostizierten Bevölkerungswachstum Punkte holen konnte, lag Düsseldorf bei der Produktivität, gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätiger), vor der Mainmetropole auf Rang 1. Hier belegt Köln lediglich den elften Rang. "Erfolgreiche Städte sind Wachstumsmotoren für ganze Regionen. Ein Drittel aller Dienstleistungen und Güter wird in den 30 größten deutschen Städten produziert. Ihre Zukunftsfähigkeit ist somit wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes", erklärte Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter der Berenberg Bank. Dabei zählen vor allem Zukunftstechnologien, während sich das Produzierende Gewerbe zunehmend aus dem Stadtbild zurückzieht, ergänzte HWWI-Direktor Prof. Dr. Thomas Straubhaar.
Nach Meinung der Autoren der Studie gebe es eine beiderseitige Beeinflussung von demografischen und ökonomischen Faktoren. Wachsende Städte ziehen gut ausgebildete Arbeitskräfte an, weil die urbanes Leben bevorzugen, so die Hypothese der Autoren. Auch Forschungs- und Bildungseinrichtungen wirken sich positiv auf einen Wirtschaftsstandort aus. "Die räumliche Nähe fördert zudem den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Menschen; das wiederum forciert Innovationen und die Weiterentwicklung von Technologien", sagt Straubhaar. Die Experten befürchten jedoch, dass die Kluft zwischen den Boomregionen und den Städten mit geringerer wirtschaftlicher Dynamik in Zukunft größer werden wird. Von den 30 untersuchten Standorten befanden sich alleine 13 im Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Eine 34-seitige Präsentation der aktuellen Studie von HWWI und Berenberg finden sie auch im Internet unter: www.hwwi.org.


























