25. 05. 2012
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In der Nacht werden die Uhren umgestellt
In der Nacht auf den morgigen Sonntag ist auch zeitmäßig die Sommerzeit vorbei. In ganz Deutschland werden um 3 Uhr die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Der ursprüngliche Gedanke, durch die Sommerzeit auch entsprechend Energie einzusparen, hat sich inzwischen als weitgehend wirkungslos herausgestellt. Es mehren sich aber die kritischen Stimmen zur Zeitumstellung. Immer mehr Menschen klagen über eine Art kleinen Jetlag. In dieser Woche machte die Wochenzeitung Zeit auf ihrer Internetseite auf einen anderen Grund aufmerksam, der gegen die alljährliche Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst spricht. So häufen sich jedes Jahr im Herbst, genau nach dem Tag der Zeitumstellung die Unfälle in Wildschweinrevieren. "Wildtiere haben ein sehr gutes Zeitgedächtnis", zitiert Zeit Online den Berliner Zoologen Julian Heiermann. Nach Statistiken des Deutschen Jagdschutz-Verbandes haben in der vergangenen Saison 27.000 Wildschwein nach Unfällen ihr Leben gelassen, besonders häufig nach der Zeitumstellung, wie die Experten herausfanden. Selbst die hohe Politik denkt inzwischen öffentlich über ein Ende der alljährlichen Zeitumstellungen nach.
Aber so lange die Zeitumstellung gültig ist, bleibt für nicht wenige das Problem, am morgigen Sonntag alle analog laufenden Uhren um eine Stunde zurückzustellen. Für die Uhren im öffentlichen Straßenraum ist die Umstellung wesentlich leichter zu bewerkstelligen, sie läuft automatisch ab. Alleine der Außenwerber Ströer AG aus Köln müsste in Deutschland rund 4000 solcher Uhren umstellen, davon 97 in Köln. Die als Werbeträger fungierenden Uhren werden per Funkempfänger auf die geänderte Uhrzeit aufmerksam gemacht. Dank eines zentralen Funkimpulses werden dabei sämtliche Uhren um exakt 3 Uhr auf die neue Winterzeit umgestellt, wie das Unternehmen im Vorfeld der Umstellung verkündete. Im Jahr 2007 hatte Ströer rund eine halbe Million Euro investiert, um sämtliche Uhren mit einem solchen Funkempfänger auszurüsten. Auch wenn es einfach klingt, steckt dahinter ein ausgeklügeltes System. "Die Informationen zur genauen Zeit und zum Datum müssen die Großuhren innerhalb von 59 Sekunden erhalten, damit die Zeitumstellung einwandfrei funktioniert", erklärte die Verantwortlichen. Sollte es deshalb in der Nacht zu Wetterveränderungen kommen oder elektrische Felder an Straßenbahnknotenpunkten den Empfang des Funksignals stören, kann es zu Unregelmäßigkeiten kommen.
"Es ist wichtig, dass alle gleich ticken und die richtige Zeit anzeigen", erklärte dazu Alexander Stotz, Geschäftsführer der Ströer Media Deutschland GmbH & Co. KG, Betreiber all dieser Uhren. Der Ströer-Geschäftsführer versicherte, dass gemeldete Störungen an den Uhren innerhalb von 48 Stunden gelöst werden. Sollten Sie Unregelmäßigkeiten feststellen, können Sie sich unter der Rufnummer 0800 / 100 6681 melden.


























