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25. 05. 2012
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In Sachsen wird geholfen


24.06.2011 16:25 von:

Schlagwörter: Köln,Oberbürgermeister,Jürgen Roters,Besuch,Sachsen,Staatsarchiv,Vereinbarung,Ei

Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Innenminister des Freistaates Sachsen, Markus Ulbig, haben am heutigen Freitag gemeinsam das Archivzentrum Hubertusburg besucht. Die sächsischen Restauratoren des Zentrums werden den Kölner Archivaren und Restauration bei der Wiederherstellung der wertvollen Unikate, die beim Einsturz des Archivgebäudes am 3. März 2009 in eine Baugrube fielen und dabei größtenteils schwer bis schwerst beschädigt wurden. Erst im April dieses Jahres hatten Köln und Sachsen nach einjährigem Probelauf eine endgültige Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Die derzeit wichtigsten Maßnahmen für das Kölner Archivgut sind die Gefriertrocknung der aus dem Grundwasser geborgener und derzeit tiefgefrorenen Archivalien sowie deren anschließende Konservierung, dass heißt insbesondere Trockenreinigung und etwaige Sicherungsmaßnahmen. Das Archivzentrum Wermsdorf verfügt über eine der neuesten und größten Gefriertrocknungsanlage deutschlandweit. Die weitere Ausstattung des Archivzentrums mit sogenannten "Reinen Werkbänken" und sonstigem technischen Spezialgerät erlaubt die im Anschluss erfolgende Trockenreinigung, wie das städtische Presseamt bereits im Vorfeld berichtete.

Den Kölner Verantwortlichen war nach dem Einsturz der Katastrophe eine von Hilfsangeboten eingegangen. Auch das Sächsische Staatsarchiv hatte sich sofort nach dem Einsturz in Köln gemeldet und Hilfe angeboten. Im sächsischen Wermsdorf befand sich glücklicherweise eine vollständig eingerichtete und für alle in Frage kommende Schadensbilder ausgestattete Zentralwerkstatt über freie Raum- und Technikkapazitäten. Nach ersten Vorgesprächen mit dem Sächsischen Staatsarchiv im Herbst 2009 konnte im März 2010 die Kooperation mit dem Archivzentrum Hubertusburg zunächst im Probebetrieb begonnen werden. Nachdem beide Seiten mit den Ergebnissen dieses Betriebes zufrieden waren, vereinbarten die Projektpartner eine dauerhafte Mitnutzung des Archivzentrums. Seit März 2010 wurden inzwischen rund 620 Meter Archivgut gefriergetrocknet, das entspricht einem Anteil von rund einem Fünftel des insgesamt tiefgefrorenen Archivguts. Fast 15 Prozent wurden dabei bereits vollständig und fertig bearbeitet (86 Meter), weitere 57 Meter befinden sich derzeit in der Bearbeitung.

Die Stadt Köln kann nun mit eigenem Personal in festgelegtem Umfang gegen Zahlung der entstehenden Betriebskosten Restaurierungs-, Magazin- und Gefriertrocknungskapazitäten in Wermsdorf nutzen. Der Betriebskostenanteil liegt bei knapp über 100.000 Euro pro Jahr. Derzeit arbeiten vor Ort zwei Fachkräfte, sieben angestellte Restauratorenhelfer, zwölf Integrationskräfte mit Arbeitszeiten von jeweils 20 Stunden pro Woche.   Die Kooperation stellt daher eine aktive, sehr wichtige Mithilfe im vermutlich jahrzehntelangen Prozess des Wiederaufbaus dar. Die Arbeit in Wermsdorf hat bis jetzt für die Stadt Köln und das Historische Archiv neben den oben dargestellten Arbeitsergebnissen folgende Resultate gebracht: Die Erkenntnisse aus dem Restaurationsbetrieb des Archiv in Sachsen sollen auch für andere Restaurierungsprojekte übertragbar gemacht werden, hieß es dazu abschließend.







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