25. 05. 2012
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Ingo Kümmel erhält den Platz, der ihm gebührt
(ehu) Beschlossen hat es die Bezirksvertretung Innenstadt schon vor fast zwei Jahren – jetzt wird es endlich Wirklichkeit: Ein kleines Plätzchen im Severinsviertel wird nach Ingo Kümmel benannt. Ohne ihn hätte es die Kulturstadt Köln in den 60er bis 70er Jahren nicht gegeben. Er hat so manchem Künstler bei den ersten Schritten auf der Karriereleiter geholfen. Nicht zuletzt war er 1980-1987 maßgeblich an der Umwandlung der Schokoladenfabrik Stollwerck in ein alternatives Kulturzentrum beteiligt, bevor diese dann endgültig abgerissen wurde.
Kümmel, 1937 in Fulda geboren, kam 1959 nach Köln. Er organisierte zunächst einen Jazzclub, in dem unter anderem Jaki Liebezeit und die Bläck Fööss (da noch als "Stoaways") auftraten. Später eröffnete er einen Schnapsladen, in den er etwa Heinrich Böll oder Rolf Dieter Brinkmann zu Lesungen einlud und junge Künstler ausstellte. Er arbeitete mit HA Schult, Dieter Rot, Joseph Beuys oder Jürgen Klauke zusammen. Seine spezielle Förderung galt der Aktions- und Performance-Kunst. Er stand auch an der Wiege des Kölner Kunstmarkts. Kümmel starb am 1. Mai 1990 an einem zu spät erkannten Hirntumor.
Benannt wird nach ihm das kleine Plätzchen an der Annostraße gegenüber der Severinsmühlengasse. Das Straßenschild wird am kommenden Sonntag, 3. Juli, um 14 Uhr enthüllt.


























