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25. 05. 2012
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INSM-Städteranking: Köln rutscht ins Mittelfeld ab


11.12.2010 16:18 von:

Schlagwörter: Köln,Städte-Ranking,2010,Niveau,Dynamik,Wirtschaftsstandort,Attraktivität,Müchen

Die größte Kommune des Landes Nordrhein-Westfalen hat im aktuellen Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) einen 53. Platz erreicht. Die Wirtschaftsforscher der arbeitgebernahen Initiative und der Fachzeitschrift Wirtschaftswoche hatten sowohl ein Niveau- wie auch ein Dynamik-Ranking durchgeführt. Allerdings hat die Domstadt wie kaum eine zweite Stadt in Deutschland an Attraktivität eingebüßt, geht es nach diesem Ranking. Nach Platz 20 im Vorjahr wirkt der 53. Rang wie ein gefühlter Abstieg. Allerdings haben die Forscher erstmals die 100 größten Städte unter die Lupe genommen, im Vorjahr waren es derer noch 50. Die bayerische Landeshauptstadt München bleibt dabei auch weiterhin Spitzenreiter. Auf Rang zwei folgt die fränkische Stadt Erlangen, die in diesem Jahr erstmals an dem Städteranking teilnahm.

Attraktiv, aber nicht unbedingt dynamisch

Köln erreichte im Gesamtranking mit 98,2 Punkten einen Platz im Mittelfeld der 100 größten deutschen Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt dabei zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Im so genannten Niveauranking werden unter anderem demografische und soziografische Gesichtspunkte ermittelt und miteinander verglichen. In Köln beispielsweise haben 14,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigter einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit sind es im Durchschnitt lediglich 11,8 Prozent. Auch beim verfügbaren Einkommen liegen die Kölner Werte über dem Bundesdurchschnitt, wenn auch mit 20.209 lediglich rund 1800 Euro mehr als im Durchschnitt der Republik. Auch bei der Dauer der Gästeübernachtungen liegt die Domstadt über dem bundesweiten Mittelwert. In der Domstadt übernachten durchschnittlich 4,3 Gäste pro Einwohner, bundesweit sind es 3,2. Auch beim Thema Sicherheit, insbesondere bei der Aufklärungsquote, bei der Bevölkerungsentwicklung sowie beim Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Jobs lag die Domstadt über Bundesdurchschnitt.

Trotz erhöhter Aufklärungsquote bleibt Sicherheit ein Manko in der Domstadt. Mit 13.617 Straftaten pro 100.000 Einwohner bedeuten im Detailranking Platz 91. der Bundesdurchschnitt liegt bei 10.198 Delikten. Auch im subjektiven Empfinden liegt Köln mit Rang 79 eher im hinteren Drittel. Nur 36,4 Prozent aller Einwohner ab 55 Jahren sind in der Domstadt berufstätig. Bundesweit liegt der Anteil bei 38.3 Prozent. Den größten Abstand zeigt die Millionenstadt am Rhein bei der Entwicklung der Einkommenssteuerkraft. Die stieg in Köln zwischen 2004 und 2008 um 24,2 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag hier sogar bei 41,2 Prozent Wachstum. Folglich schaffte Köln bei diesem Teilranking mit Rang 96 nur die schlechteste aller Platzierungen. Im gleichen Zeitraum stieg auch das BIP pro Einwohner mit 5,2 Prozent deutlich weniger dynamisch als in der Bundesrepublik insgesamt (11,6 Prozent). Und schließlich bleibt auch die Zahl der Schulabbrecher in Köln ein gravierendes Problem. Zwar ist auch hier die Zahl der jungen Menschen ohne Schulabschluss um 0,3 Prozent gesunken. Im Durchschnitt der 100 größten deutschen Städte betrug der Rückgang der Schulabbrecher allerdings 1,5 Prozent.

Die neuen "Hidden Champions" im Ranking

Mit der Verdopplung untersuchten Wirtschaftsstandorte kommen die Initiatoren auch einem lang gehegten Wunsch nach. Oftmals fallen die kleineren Großstädte und Regionalzentren bei der Beurteilung ihrer Attraktivität als Wirtschaftsstandort aus dem Raster heraus. Das wollten die Initiatoren mit der Ausweitung ändern. Und nicht wenige dieser kleinere Städte erreichten in der siebten Ausgabe des Städte-Rankings auf Anhieb gute Platzierungen. Neben dem zweitplatzierten Erlangen konnten auch Aschaffenburg (Rang 5), Bamberg (Rang 7) und Rosenheim (Rang 8) vordere Plätze belegen. Auffällig ist das Nord-Süd-Gefälle, unter den ersten 15 Führenden befindet sich mit Wolfsburg auf Rang 6 nur ein einziges "Nordlicht". Beste Kommune in NRW ist Münster auf Rang 17, gefolgt von Düsseldorf (Rang 19) und Mülheim an der Ruhr (Rang 34). Vor Köln platziert sind zudem die Städte Bonn (Rang 40), Bottrop (Rang 41) und Bielefeld (Rang 52). Gerade kleinere Großstädte können dank einer gesunden Wirtschaftsstruktur oder einer besonders reichhaltigen Hochschullandschaft zusätzliche Punkte sammeln. Das Beispiel Erlangen zeigt, dass die dortige Entwicklung inzwischen sogar die negative Entwicklung am benachbarten Standort Fürth kompensieren kann. In diesem Falle sprechen die Experten sogar von einer Überkompensation. Das gilt aber nur für Fürth und Erlangen.

Weitere Details zum aktuellen Städte-Ranking finden sie auch im Internet unter: www.insm-staedteranking.de


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