25. 05. 2012
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Karl Küpper erhält späte Würdigung
Am gestrigen Sonntag wurde zwischen Unter Goldschmied und der Hohe Straße auf der Rückseite des Bürgeramts Innenstadt am Laurenzplatz ein neues Straßenschild enthüllt. Der Name erinnert an den Kölner Karnevalisten Karl Küpper. Der gebürtige Düsseldorfer hatte in den 1920er Jahren seine ersten Auftritte, schnell stieg er in die erste Riege der Kölner Karnevalisten auf. Während der NS-Zeit behielt der 1905 geborene Entertainer seine kritische Distanz zum Nazi-Regime. Subtil, aber offen stellte er als "Dr Verdötschte" seine distanziert Haltung zum Nationalsozialismus zur Schau ("Es et am rähne?"). Die Herrschenden verhängten Rede- und Auftrittsverbot, der Künstler mit dem aufrechten Charakter litt unter diesem Karriereknick für den Rest seines Lebens. 1970 starb Küpper im Kölner Stadtteil Kalk. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte der einst gefeierte Karnevalist nicht mehr an die Erfolge seiner ersten Karriere anknüpfen.
Mit der Würdigung als Namensgeber eines zentralen, wenn auch kleinen Platzes, in unmittelbarer Rathausnähe, scheint auch dieses nicht minder dunkle Kapital in der Historie geheilt. Neben Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD), Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) und dem Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval, Markus Ritterbach, waren auch die 98-jährige Witwe Sophie und ihr gemeinsamer Sohn Gerhard A. Küpper bei der Enthüllung des Schildes dabei und sichtlich angetan von der späten Ehrung der Stadtväter. Die Laudatio hielt der Historiker Fritz Bilz, der erst vor wenigen Monaten eine Publikation über die Person Karl Küpper veröffentlicht hat (Köln Nachrichten berichtete).
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