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25. 05. 2012
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Kaum Recyclingpapier für Schulhefte


16.08.2010 15:10 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Verbraucherschutz,2010,Schulhefte,Recycling-Papier,Blauer Engel,Kritik

Die nordrhein-westfälischen Verbraucherschützer haben Handel und Hersteller von Schulheften und anderen Utensilien gerügt. Wie die NRW-Zentrale am heutigen Montag – zwei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres – dafür kritisiert, dass viel zu wenig Schulhefte und Zeichenblöcke aus Recycling-Papier hergestellt seien. Auch haben es Hersteller und Händler versäumt, Informationen zur Papierherstellung mitzuliefern. Dafür hätten nach Auskunft der Verbraucherschützer viele Hersteller mit "Pseudo-Labeln", "schlechten Informationen" und "anrührenden Bildern" versehen. Dabei gebe es auch die positiven Gegenbeispiele.

Mit der Schulnote "sehr gut" versahen die Verbraucherschützer dabei das Umweltsiegel "Blauer Engel". Produkte, die dieses Siegel tragen, werden zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt, was unterm Strich zu einer Einsparung der Verbräuche von Energie und Wasser führt. Der Einsatz von chlorhaltigen Bleichmitteln und anderer umweltgefährdender Chemikalien ist bei der Herstellung dieser zertifizierten Produkte grundsätzlich verboten. Hier können umweltbewusste Eltern ohne Bedenken einkaufen, empfehlen die Verbraucherschützer. Auch die Siegel "100 Prozent Altpapier", "100 Prozent Recyclingpapier" oder "FSC-Recycling" seien aus Sicht des Umweltschutzes empfehlenswert. Weil diese Zertifikate aber nichts über den Einsatz von Chemikalien aussagen, erhielten diese Qualitätsbezeichnungen nur die Note "gut".

Deutlich schlechter sieht es hingegen bei anderen Bezeichnungen aus. So drücken die beiden Siegel "FSC-Mix" oder "PEFC" lediglich aus, dass die Grundstoffe für das Endprodukt aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Eine ökologische Orientierung sei damit aber nur bedingt möglich. Immerhin reichte es noch für die Benotung mit "befriedigend". Andere Auszeichnungen kamen noch schlechter weg. So erhielten die Abkürzungen "ECF" und "TCF" lediglich die Schulnote "ausreichend". Erfundene Labels wie "klimafreundlich" oder Abdruck von Bäumen und anderen Natursymbolen seien hingegen eher eine Irreführung der Verbraucher und erhalten dafür die Note "mangelhaft". Sogar die Note "ungenügend" wurde verteilt. Bei vielen Produkten, vor allem aus dem preisbewussten Segment fehlen jegliche Angaben zur Herstellung oder der Herkunft der Grundstoffe. Die Verbraucherzentrale halten zu diesem Thema weitere Informationen vor. Die gibt es kostenfrei in den Verbraucherzentralen des Landes, hieß es dazu abschließend.







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