Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





25. 05. 2012
Seite drucken

Kleineres Bauvolumen und mehr Platz vor Wallraf


26.06.2009 11:42 von:

Schlagwörter: Köln,Jüdisches,Haus,Museum,Archäologische,Zone,Regionale,Planüberarbeitung,Archi

Als Anfang dieses Monats die Kölner Stadtspitze verkündete, dass die verabredete Finanzierung an den Planungskosten für das neue Haus der Jüdischen Kultur auf dem Rathausplatz, herrschte nur kurze Zeit Katerstimmung. Schon kurz danach versuchten die Fachleute in der Stadtverwaltung, Plan B umzusetzen. Allerdings hatten sie sich einen nicht unerheblichen Stein in den eigenen Weg gelegt. Obwohl mehr als 20 Architekten ihre Entwürfe für den Museumsneubau eingereicht wurde, hoben die Preisrichterinnen und –richter im vergangenen Jahr ausgerechnet den Entwurf auf das Schild, der eine Entkopplung der beiden Projekte Archäologische Zone und Haus der Jüdischen Kultur eben nicht zuließ. Trotzdem halten Kulturdezernent Prof. Georg Quander und Oberbürgermeister Fritz Schramma am Planungsentwurf von Wandel Hoefer Lorch + Hirsch aus Saarbrücken fest. Allerdings sollen die Gewinner des letztjährigen Architektenwettbewerb ihren Siegerentwurf grundlegend überarbeiten, teilte die Stadtverwaltung am gestrigen Donnerstagmittag mit.

Bereits Mitte dieses Monates empfahl der wissenschaftliche Beirat zur Archäologischen Zone unter Vorsitz von Oberbürgermeister Fritz Schramma der Stadt Köln, "auf der Grundlage der neuen wissenschaftlichen Befundlage im Bereich der archäologischen Grabungen den oberirdischen Baukörper kleiner als bisher geplant zu errichten", hieß es dazu wörtlich. Vor allem der südliche Teil der Ausgrabungen solle unterirdisch erschlossen werden. Die Verantwortlichen des benachbarten Wallraf-Richartz-Museums dürfen aufatmen, bedeutet diese Empfehlung doch, dass der Abstand des eigenen Museumsgebäudes zum neuen Schutzbau der Archäologischen Zone wachsen wird. Im vergangenen Sommer hatte unter anderem der Beirat des Museums heftig gegen die Siegerentwürfe opponiert. Wie OB Schramma dann vor wenige Tagen bekannt gab, sollen die Zeugnisse der langen jüdischen Tradition in Köln als Bestandteil in die Archäologische Zone integriert werden.

Weiterer Zeitplan

Die Stadtverwaltung wird den so überarbeiteten Entwurf einschließlich einer geprüften Kostenrechnung dem Rat zum Beschluss vorlegen. Die Stadt nimmt Kontakt zum Land NRW und zu potenziellen weiteren Förderern auf, um die Präsentation des jüdischen Kulturerbes auf dem Rathausplatz angemessen zu ermöglichen. Außerdem sucht sie das Gespräch mit der Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur, um auf deren Engagement und Beteiligung im Rahmen der angepassten Planung hinzuwirken. Kölns Stadtoberhaupt zeigt sich überzeugt, "dass es sowohl aufgrund der wissenschaftlichen Befundlage als auch in Hinblick auf die Attraktivität der Platzgestaltung sinnvoll ist, dem Rat eine Alternativplanung zur bisherigen großen Lösung vorzulegen." Im Gegensatz zu Schramma hatte die CDU-Fraktion im Stadtrat einen neuen Wettbewerb gefordert.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse