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25. 05. 2012
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Knapp zehn Zentimeter Neuschnee auf Kölner Straßen


14.12.2010 01:38 von:

Schlagwörter: Köln,Wintereinbruch,Dezember,2010,Schneedecke,Kälteperiode,Winterdienst,AWB,Unfä

Das hat es in den vergangenen Jahren selten gegeben, eine Universitätsstraße unter einer geschlossenen Schneedecke. In Köln überraschte am gestrigen Montagabend ein Tiefdruckgebiet das Rheinland mit dem erneuten Wintereinbruch. Glücklicherweise kam der Schnee, als sich der Berufsverkehr bereits aufgelöst hatte. Innerhalb von nur zweieinhalb Stunden kamen knapp zehn Zentimeter Neuschnee auf Köln hernieder und die weiße Pracht soll erst einmal liegen bleiben, zumindest am morgigen Dienstag. Dann nämlich sagen die Meteorologen zwar Dauerfrost voraus. Aber auch die Sonne soll sich morgen blicken lassen. Erst am Mittwoch soll es tagsüber wieder etwas über Null Grad warm werden, am Donnerstag folgt nach derzeitigen Prognosen der Wetterforscher die nächste Schneefront. Erst am kommenden Wochenende könnte es dann wieder wärmer werden.

Ungewöhnlich harter und früher Winter?

Um ähnliche Wetterlagen zu dieser Zeit zu finden, muss man in der Kölner Wetterstatistik schon einige Jahre zurückgehen. So war die Kälteperiode und die vier Tage mit Schneedecke im November zwar ungewöhnlich lange. Aber frühe Wintereinbrüche sind selbst in Köln nichts Ungewöhnliches. So fielen beispielsweise im November 2008 rund sechs Zentimeter Schnee, die auch zwei Tage liegen bleiben. Im Jahr 2004 hätte es sogar fast die Sessionseröffnung erwischt. Einen Tag zuvor, am 10. November 2004, schneite es ebenfalls und der Schnee blieb zumindest für einen Tag liegen. Trotz der letzten kalten Novemberwoche war der Monat für Köln alles andere als ungewöhnlich, genauer gesagt: Selten zuvor hat es bei den Temperaturen einen Monat gegeben, der näher an den langjährigen Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 herankam wie der November dieses Jahres. "Gefühlt" war er wegen der letzten Novemberwoche jedoch ein kalter spätherbstliche Monat. Tatsächlich lag das Monatsmittel mit etwas über sechs Grad Celsius ziemlich genau auf dem Niveau der Referenzperiode. Auch in Deutschland insgesamt hatte der Monat kaum größere Ausschläge. Während im Norden der Republik die Temperatur bis zu über zwei Grad unter dem langjährigen Mittel lag, war sie in einigen Teilen des Freistaats Bayern sogar über zwei Grad zu warm, wie die amtlichen aktuellen Wetterkarten des Deutschen Wetterdienstes DWD belegen.

AWB fährt ab 4 Uhr

Für den Winterdienst der Stadt Köln wird der morgige Arbeitstag bereits vor dem Berufsverkehr beginnen. Nach derzeitiger Einsatzlage werden die mehr Einsatzfahrzeuge der stadtnahe Abfallwirtschaftsbetriebe AWB bereits um 4 Uhr in einem ersten Schritt die Hauptstraßen vom Schnee räumen und bestreuen. In einer zweiten Stufe sind dann die Zufahrtsstraßen zu Wohngebieten sowie weitere Hauptverkehrsstraßen an der Reihe. Erst im Anschluss daran sollen auch Wohnstraßen sowie die Fußgängerüberwege und Radwege wintersicher gemacht werden. Das jedenfalls sieht das Einsatzkonzept der AWB vor. Trotz des Winterdienstes dürfte der abendliche Wintereinbruch mit seiner weißen Decke im morgendlichen Berufsverkehr zu jeder Menge Staus und Wartezeiten führen. Einpendler, die trotzdem halbwegs pünktlich zu ihrer Arbeit erscheinen wollen, sollten die Fahrt mit öffentlichen Bussen und Bahn in Erwägung ziehen.

Schneechaos in weiten Teilen von NRW

Bereits am gestrigen Nachmittag setzte der Schneefall von Norden kommend im Münsterland ein und legte dort den Verkehr lahm. Vor allem Lkw und Abschleppfahrzeuge hatten auf dem eisglatten Untergrund Schwierigkeiten. Auf der Bundesautobahn A 2 bei Oelde drehte sich ein Lkw auf der Fahrbahn und blieb schließlich im Graben neben der Fahrbahn zum Stehen. Die Autobahn musste wegen der anschließenden Bergung für einige Stunden gesperrt werden, wie die zuständige Polizei in Bielefeld am späten Abend meldete. Ähnliches ereignete sich im Verlauf des Nachmittags auch auf anderen Autobahnen des Landes. Am Flughafen Düsseldorf musste der Flugverkehr ab etwa 20:45 Uhr eingestellt werden. Auch außerhalb von NRW sorgte der erneute Wintereinbruch für Chaos, Staus und schwere Unfälle. Bereits am Montagmorgen war ein Mann im Kreis Wolfenbüttel auf dem glatten Untergrund von der Spur abgekommen und gegen einen entgegen kommenden Lkw gefahren. Er überlebte den Unfall ebenso wenig wie eine Beifahrerin im Kreis Gifhorn. Sie verstarb an den Folgen eines Herzinfarktes, nachdem das Fahrzeug verunglückt war. In den nördlichen Landesteilen gab es ebenfalls Vollsperrungen und hunderte Unfälle. Zumeist blieb es jedoch bei Blechschäden. Möglicherweise sind – trotz der vielen Unfälle – die Autofahrer auf den zweiten Wintereinbruch des Jahres etwas besser vorbereitet als auf den ersten.







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