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25. 05. 2012
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Köln auf hinterem Platz bei Nutzung von Recyclingpapier


18.09.2009 10:38 von:

Schlagwörter: Köln,Recycling,Recyclingpapier,Nutzung,Stadtverwaltung,Papieratlas,Initiative,En

In vielen Städten wächst das Bewusstsein für Recycling und Klimaschutz. Der Ressourcen schonende Umgang mit Rohstoffen gehört inzwischen in allen Städten zur eigenen Nachhaltigkeitsstrategie, so auch in Köln. Allerdings gibt es unterschiedliche Schwerpunkte. In Sachen Nutzung von Recyclingpapier jedenfalls gibt es in Köln noch jede Menge Potenzial. Negativ ausgedrückt: Köln hinkt bei der Nutzungsquote von Recyclingpapier um Welten hinterher. Wie Heike Fischer von der Initiative Pro Recyclingpapier gegenüber Köln Nachrichten erklärte, beträgt der Anteil von Recyclingpapier am gesamten Papierverbrauch der Stadt nicht einmal die Hälte (49,37 Prozent). Damit liegt Köln weit abgeschlagen und zudem auch deutlich unter dem inzwischen erreichten Durchschnittswert von rund 74 Prozent. Ermittelt wurden dabei Daten aus 66 deutschen Städten mit jeweils mehr als 100.000 Einwohnern. Dass es auch anders geht, zeigt der Blick auf die Toplist der recyclingfreundlichsten Städte. Hier rangieren mit Essen, Koblenz und Oldenburg gleich drei Großstädte ganz oben, die auf einen Anteil von 100 Prozent bei Recyclingpapier kommen. Selbst andere Millionenstädte wie München (95,9 Prozent) oder Berlin (93,02 Prozent) schneiden deutlich besser ab als die Domstadt.

Die Initiative Pro Recyclingpapier erhebt nun zum zweiten Mal, wie intensiv Städte und ihre Institutionen wie Schulen und Ämter auf Recyclingpapier zurückgreifen. Unterstützt wird die Erhebung durch das Bundesumweltministerium. "Die Ergebnisse des Papieratlasses unterstreichen eindrucksvoll, dass die Städte ihr Beschaffungspotenzial für den Klima- und Ressourcenschutz mit Recyclingpapier bereits heute nutzen", führte Umweltminister Sigmar Gabriel aus. Durch den Einsatz von Papier mit dem blauen Engel konnten die Städte insgesamt 346 Millionen Liter Wasser, 71 Millionen Kilowattstunden Energie und dadurch bedingt 1,9 Millionen Kilogramm Kohlendioxidemissionen einsparen, rechnen die Autoren der Studie vor. Alleine die durch Recyclingpapiernutzung eingesparte Energiemenge reicht aus, um 20.000 Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Energie zu beliefern. 1000 Blatt Recyclingpapier wiederum spart die Energiemenge, die für den Betrieb von 70 PCs mit Flachbildschirmen eingesetzt werden muss.

Aufsteiger des Jahres 2009 ist die Stadt Magdeburg. Die dortigen Verantwortlichen haben es binnen einer Spanne von nur zwölf Monaten seit der letzten Erhebung geschafft, ihre Recyclingpapierquote von drei auf rund 90 Prozent zu steigern. Der Lohn: Die Stadt wurde von den Initiatoren der Studie mit einem Sonderpreis gewürdigt. Auch die Nächstplatzierten Chemnitz und Trier sind im vergangenen Jahr gut vorangekommen. Chemnitz erhöhte seine Quote von 36,07 auf 82,72, Trier von 52 auf 84,85 Prozent. In der Liste der zehn Städte mit den besten Recyclingpapierquoten konnten sich neben Essen noch drei weitere Städte auf den vorderen Rängen platzieren. So rangiert Aachen mit 94,64 Prozent auf Rang 6, gefolgt von Bonn mit einer Recyclingpapierquote von 94,01 Prozent. Münster belegt demnach Platz 10 mit einem Anteil von 90,68 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Anteil von Recyclingpapier an der gesamten Papiernutzung der untersuchten Stadtverwaltung von 70 auf jetzt 74 Prozent, teilten die Autoren der Studie abschließend mit. Sonderpunkte gab es für die Papiernutzung in den Bereichen Schule und Hausdruckereien.







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