25. 05. 2012
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Köln: Betonringe sind doch ein Fall von "Baumfrevel"
Es sah nach einem vermeintlichen Scherz oder gar nach einer neuen Form der Straßenkunst aus, entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber doch als "Baumfrevel". An gleich zwei Stellen hatten Unbekannte um Straßenbäume Betonringe gegossen. Betroffen ist ein Abschnitt der Schmalbeinstraße in der Innenstadt sowie mehrere Bäume im Kreuzungsbereich Subbelrather Straße / Ecke Lukasstraße. Möglicherweise war den Tätern gar nicht bewusst, dass sie den Bäumen damit schweren Schaden zugefügt und sich damit eines Verstoßes gegen geltendes Recht schuldig gemacht haben. Die Begründung lieferte die Stadt Köln, genauer die Fachverwaltung in Gestalt des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen am gestrigen Dienstag in Form einer offiziellen Presseerklärung nach.
So erzeugt das Abbinden des Betons derartige Hitze, dass die Rinde und der Stamm der Gehölze nachhaltig geschädigt wird. In jedem Fall aber wird das Wachstum der Bäume erheblich beeinträchtigt, da sich üblicherweise mit jeder Vegetationsperiode die Jahresringe bilden und den Stamm der Bäume anwachsen lassen. Durch den Beton droht das Absterben der Leitungsbahnen im Stamminneren. So kann das Gewächs keine Nährstoffe mehr transportieren und geht zugrunde, führten die Grünexperten der Stadtverwaltung aus. Die Stadt hat – wie schon in den vorherigen Fällen aus dem vergangenen Jahr – Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt. Von den Unbekannten fehlt allerdings weiterhin jede Spur.


























