Wetter



Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

25. 10. 2014
Seite drucken

Köln entfernt sich vom Ziel Millionenstadt


30.12.2009 14:46 von:

Schlagwörter: NRW,Millionenstadt,Köln,Bevölkerungsrückgang,2009,Halbjahr,Demografie,Wanderung,

Der Kampf der kreisfreien Stadt Köln mit der magischen Grenze von einer Million Einwohner geht in die nächste Runde. Aber es sieht nicht so gut aus wie in den laufenden Prognosen angenommen. Zwar bescheinigen auch die Landesstatistiker, dass die Stadt bereits im kommenden Jahr endlich auch offiziell zur Millionenstadt wird. Zwischen dem 31. Dezember 2008 und dem 30. Juni 2009 ist die Bevölkerungszahl Kölns allerdings um 1911 auf 993.509 zurückgegangen. Köln bleibt damit aber die größte Kommune im bevölkerungsreichsten Bundesland, teilte das Statistische Landesamt am heutigen Mittwoch mit. Aber der Abstand zur Millionenmarke ist doch wieder deutlich angewachsen. Hinter der Nummer 1 hat sich allerdings im Halbjahresvergleich etwas getan. Die bislang zweitgrößte Kommune Dortmund ist auf Rang drei gerutscht. Zwischen dem 31. Dezember 2008 und dem 30. Juni 2009 verlor die Ruhrgebietsmetropole 2228 Einwohner und liegt nun mit 582.184 Einwohnern schon deutlich hinter der zweitplatzierten Stadt Düsseldorf zurück. Die Landeshauptstadt gewann als eine der wenigen NRW-Kommunen per Saldo 144 neue Einwohner hinzu. Mit 584.361 Einwohnern liegt Düsseldorf nun auf einem ungefährdeten zweiten Platz. Viertgrößte Kommune ist Essen mit 578.477 Einwohnern, 1282 weniger als ein halbes Jahr zuvor.

Insgesamt ging die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen in diesen sechs Monaten um fast 40.000 auf nun 17.893.212 Einwohner zurück. Dafür verantwortlich war in erster Linie die so genannte natürliche Bevölkerungsbewegung. 97.571 Sterbefälle standen 67.059 Lebendgeborenen gegenüber. Mehr als drei Viertel des Bevölkerungsrückgangs in Nordrhein-Westfalen ist damit auf die Auswirkungen der Demografie zurückzuführen. Der restliche Rückgang ist auf Wanderungsbewegungen zurückzuführen. Innerhalb des Beobachtungszeitraums verließen 390.622 Menschen das Land. Auf der anderen Seite zogen jedoch nur 381.365 Menschen neu hinzu, so dass per Saldo auch hier die Gesamtzahl der Einwohner um 9257 zurückging. Neben Düsseldorf konnte auch die südliche Nachbargemeinde Kölns, die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn zulegen. Hier erhöhte sich die Einwohnerzahl entsprechend den Prognosen um 705 auf 318.654. Im Kölner "Speckgürtel" bietet sich ein uneinheitliches Bild. Während andere größere Kommunen wie Aachen und Leverkusen Einwohner verloren, profitierten Kommunen wie Troisdorf (von 75.006 auf 75.068) oder St. Augustin (von 55.624 auf 55.701) vom Zuzug aus den Großstädten. Innerhalb der Regierungsbezirke war der Rückgang im Süden und im Norden Landes (Regierungsbezirke Köln, Münster, Detmold) etwas moderater als im Rest des Landes. Den deutlichsten Rückgang wies der Regierungsbezirk Arnsberg aus. Hier ging die Zahl der Einwohner um 13.353 auf 3.686.395 zurück. Der Regierungsbezirk Köln verlor im gleichen Zeitraum lediglich 7443 und ist mit 4.378.828 weiterhin der zahlenmäßig größte in NRW. Vergleichsweise glimpflich kam der eher ländlich geprägte Norden davon. Innerhalb des Beobachtungszeitraums ging im Regierungsbezirk Münster die Zahl der Einwohner um 4620 auf 2.600.745, im Regierungsbezirk Detmold sogar nur um 3900 auf 2.046.738 zurück.

Die derzeitige Entwicklung folgt damit dem langfristig vorhergesagten Trend, der bis in die Jahre 2030 und sogar 2050 andauern wird. Das ist auch das Ergebnis der jüngsten Vorausberechnung der Landesstatistiker. Alle Einwohnerzahlen finden Sie auch auf der Ãœbersichtsseite des Statistischen Landesamt im Internet unter: www.it.nrw.de.







Artikel Service