25. 05. 2012
Seite drucken
Köln: Es schneit und schneit und schneit
Die Schneedecke war zum aktuellen Wochenende in der Domstadt schon auf knapp 15 Zentimeter angewachsen, als in der Nacht auf den Sonntag weitere drei bis fünf Zentimeter dazukamen. Nach einer kurzen Wetterberuhigung schneit es seit dem frühen Mittag erneut. Überall im Stadtgebiet bildete sich eine geschlossene Schneedecke. Doch der Winter hat auch seine guten Seiten. Im Beethovenpark verbrachten am heutigen Sonntag mehr als 100 Familien den Nachmittag inmitten der weißen Pracht. Selten hat es in der Domstadt in den vergangenen Jahren so prächtige Wintersportbedingungen gegeben wie am heutigen Sonntag. Einzig ein beständiger eisiger Wind und das Stechen der Eiskristalle in den Augen waren unangenehme Begleiterscheinungen. Für den morgigen Start in die letzte Vorweihnachtswoche müssen sich Pendler und Autofahrer auf einen weiteren Rutschtag einstellen. Nachdem in der vergangenen Woche die rund 1900 Tonnen Streusalz in den Lagern des Kölner Winterdienstes zur Neige gingen, dürften die Mittel des Winterdienstes gegen Schnee und Eis begrenzt sein.
Winterdienst wird zum Finanzproblem der Kommunen
Bereits vor dem erneuten Wintereinbruch hatte der Deutsche Städte- und Gemeindebund darauf hingewiesen, dass die Kosten für den Winterdienst möglicherweise in Zukunft nicht mehr alleine von den Kommunen getragen werden können. Der Hauptgeschäftsführer des Kommunalen Spitzenverbandes Gerd Landsberg hatte am heutigen Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigt, dass angesichts der explodierenden Kosten für den Winterdienst – eine kommunale Aufgabe – zu einer Einschränkung des Winterdienstes führen wird. Deutsche Autofahrer werden sich bei einer Fortdauer der winterlichen Witterung darauf einstellen müssen, auch auf einer geschlossenen Schneedecke unterwegs zu sein. "Eine andere Alternative sehe ich zurzeit nicht", so Landsberg gegenüber dpa. Eine direkte Hilfe des Bundes an die Kommune ist aber schon aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Allerdings sollten die Kommunen an anderer Stelle entlastet werden, forderte Landsberg weiter. In Köln hatte der Stadtrat erst am Dienstag vergangener Woche die Einführung einer Gebühr für den Winterdienst mit großer Mehrheit abgelehnt.
Aktualisierung 19. Dezember 2010: 23:30 Uhr
Am späten Abend trafen die ersten Ausläufer einer Warmluftfront im Rheinland an. Der Schnee ging ab ca. 21:30 Uhr als Schneeregen nieder, es begann bei leichten Plusgraden an zu tauen. Am späten Abend sanken die Temperaturen wieder in Richtung Null-Grad Grenze, der Schneeregen ging wieder als Schnee nieder. Die Schneedecke ist nun auch offiziell auf 25 Zentimeter angewachsen. Kurz nach 23 Uhr begann es wieder heftiger zu schneien.


























