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25. 05. 2012
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Köln: Fische werden aus Aachener Weiher umgesiedelt


21.09.2010 10:55 von:

Schlagwörter: Köln,Elektrofischen,Fische,Fischsterben,Aachener Weiher,Umsiedlung,Anglerverein,

Es war Mitte Juli dieses Jahres der Aufreger schlechthin. Nach Wochen hochsommerlicher Temperaturen und Witterung verendeten im Aachener Weiher zahlreiche Fische, Enten und Schwäne. Nachdem sich Bürgerprotest formiert hatte, sah sich auch die Verwaltung zum Handeln gezwungen. Obwohl die hochsommerliche Wärmephase bereits kurze Zeit später vorüberging, pumpte die Berufsfeuerwehr große Mengen Trinkwasser in den maximal 1,80 Meter tiefen See. Eine Vergiftung mit Bakterien wurde als Auslöser des Tiersterbens erkannt. Die eingeleiteten Maßnahmen sowie die niedrigeren Temperaturen verbunden mit häufigen Niederschlägen sorgten schließlich für eine Entspannung der Situation. Nun will die Stadt Vorsorge betreiben und den Fischbestand in dem Kulturgewässer deutlich reduzieren. Mit den Vorbereitungen dazu will die Stadt und das zuständige Amt für Landschaftspflege und Grünflächen bereits in Kürze beginnen.

Am Montag kommender Woche soll die Umsiedlungsaktion dann in den frühen Morgenstunden beginnen, teilte die Stadtverwaltung am heutigen Dienstag mit. Zuvor muss der Wasserstand des Weihers um rund einen halben Meter abgesenkt werden. Am morgigen Mittwoch will die Stadt mit den dazu notwendigen Arbeiten beginnen. Bewirtschaftet wird der Aachener Weiher vom Cölner Angel- und Gewässerschutzverein. Der wird nun – zusammen mit dem Rheinischen Fischereiverband - vonseiten der Stadt mit der Durchführung der Umsiedlung beauftragt. Nach Angaben der Stadt sollen die Tiere in dem Gewässer mit der Methode der Elektrofischerei zunächst betäubt und anschließend in andere Gewässer umgesiedelt werden. Die Methode gilt nach Angaben der Verantwortlichen als die sanfteste aller Fischfangmethoden, da die Tiere nur schwach betäubt und damit relativ leicht eingefangen werden können. Schäden sollen so vermieden werden, hieß es dazu weiter. Zugleich wollen Stadt, Verband und Angelverein ein Konzept entwickeln, wie sie zukünftig die Bestände der Stadtgewässer in ein ökologisches Gleichgewicht bringen wollen.

Als möglicher Ursachenzusammenhang äußerte Dr. Joachim Bauer vom Kölner Grünflächenamt damals die Vermutung, dass zuviel organischer Eintrag sowie die geringe Wassertiefe und dadurch bedingt der starke Anstieg der Temperaturen zu einer starken Vermehrung bodennaher und giftiger Bakterien führte. Durch gründelnde Enten und die Bewegungen der Fische sei dieses Bakterium dann in den Kreislauf eingedrungen und hatte die Immunsysteme der Tiere geschwächt. Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz äußerten mehrere Dutzend Bürger massive Kritik an der damaligen Untätigkeit der Verwaltung. In einer ersten Maßnahme ließ die Stadt größere Mengen Trinkwasser über spezielle Pumpen in das Gewässer ein, um dort den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. Bereits zuvor hatte man durch entsprechende Maßnahme mehr Wasser als sonst üblich durch das Lindenthaler Kanalsystem in den Aachener Weiher geleitet, wie die Fachverwaltung damals nachdrücklich bestätigte.


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