25. 05. 2012
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Köln ist Ausgangspunkt weltweiter Mobilität
Projektleiter Ralf A. Hamacher geriet gleich mehrfach ins Schwärmen, als er auf der heutigen Pressekonferenz im Hyatt Regency Hotel von seinem Projekt eines Erlebnisparks erzählte. Benannt nach dem legendären Erfinder des ersten Vier-Takt-Verbrennungsmotors, Nikolaus August Otto, der im Jahr 1864 in der Servasgasse sein erstes Unternehmen gründete. Damals experimentierte der Tüftler noch an atmosphärischen Gaskraftmaschinen. Mit Geldern von Investoren, heute würde man sie Business Angels nennen, wie dem Zuckerfabrikanten Eugen Langen baute der Innovator seine ersten Antriebe. Doch das stellte ihn nicht zufrieden. Im Jahr 1876 präsentierte der Kölner Erfinder des nach ihm benannten "Vier-Takt-Verbrennungsmotors" dann seine verdichtete Version und damit den Prototyp und den Bauplan für eine einzigartige Veränderung in der Mobilität der Menschheit, "Der Motor ist ein echtes Kölner Originalprodukt. Durch seine Erfindung wurde das Leben erst vorstellbar. Die Welt verdankt seine Mobilität Köln, aber kaum einer weiß das", erläuterte der Projektleiter seine Vision. Mit einem Erlebnispark, der eine museale Präsentation sowohl historischer Motoren und Karossen als auch der Produkte und Innovationen der Zukunft mit Elementen von Gastronomie, Freizeit- und Event und Ausstellungsflächen der in Köln ansässigen Autobauer und Automobilzulieferer, soll dieses "Alleinstellungsmerkmal erlebbar machen", so Hamacher weiter.
Die heutige Präsentation ist dabei derzeit nicht mehr als eine Idee. Investoren mit festen Zusagen oder ein Grundstück, dass sowohl groß genug wie auch gut erreichbar für dieses Vorhaben ist, haben die Initiatoren noch nicht. Und auch eine professionelle Organisation muss erst noch gegründet werden. Hamacher und der Präsident der Rheinland-Landesgruppe des Allgemeinen Schnauferl Clubs ASC, Werner Krupp, denken an eine Gründergesellschaft. Sie selbst wollen das Projekt beratend begleiten, möglicherweise in Form eines Kuratoriums. Neben der Leistungsschau des Automobilstandorts sind zudem noch Erlebnisparcours wie ein begehbarer Motor, ein bewachter Parkplatz mit Oldtimern oder Studien, die öffentlich zugänglich gemacht werden sowie Kartbahn, Auto-Scooter und Carrera-Bahn und sogar Bildungs- und Weiterbildungsangebote vorgesehen. Die Initiatoren sehen Vorteile für alle Beteiligten und so haben sie auch Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes für dieses Vorhaben begeistern können. Die SPD-Politikerin schloss sich der Begeisterung der ASC-Verantwortlichen an und versicherte den Initiatoren: "Das Vorhaben ist in die Verwaltung eingespeist". Konkrete Zusagen gab es jedoch keine und sie sind nach den Worten der Verantwortlichen auch gar nicht direkt gewollt. Der Meinung der ASC-Verantwortlichen, dass der Vier-Takt-Motor weiterhin nicht zu ersetzen sei, hielt die Bürgermeisterin neue Initiativen entgegen. "Die automobile Zukunft hat in Köln bereits begonnen", so Scho-Antwerpes in Anspielung auf das Modellprojekt "CologneEMobile", mit der mit Unterstützung des Bundes und des Landes die Voraussetzungen für Elektrofahrzeuge getestet werden soll. Die Synthese der auf den ersten Blick widersprüchlichen Aussagen hielt ASC-Landesgruppenchef Krupp bereit. "Fortschritt ist das Weiterschreiten auf Basis der Tradition".


























