26. 05. 2012
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Köln-Seeberg: Brutale Schulhofschlägerei trotz Gewaltprävention
Bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen zwei 14-jährigen Schülern auf dem Hof der Gustav-Heinemann-Hauptschule im Kölner Stadtteil Seeberg ist einer der beiden so schwer verletzt worden, dass er nach Angaben der behandelnden Ärzte in Lebensgefahr schwebt. Bereits am gestrigen Donnerstag teilte die Kölner Polizei mit, dass der Streit gegen 13:15 Uhr auf dem Schulhofareal zwischen den beiden Konkurrenten ausbrach.
Als die Polizei am Tatort eintraf war der Kampf beendet und der Unterlegene bereits in notärztlicher Versorgung. Er wurde danach mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Der Täter hatte kurz nach dem Ende des Kampfes fluchtartig das Schulhofgelände verlassen, konnte aber kurze Zeit später in Gewahrsam genommen werden. Das Kriminalkommissariat 11 der Kölner Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Stadt informiert über Präventionsmaßnahmen an der Schule
Am Tag nach der Tat hat sich auch die Stadtverwaltung in dieser Angelegenheit geäußert. Schuldezernentin Dr. Agnes Klein und der zuständige Schulamtsdirektor Wolfgang Moritz versicherten, dass sie die Ermittlungsarbeit der Polizei vollumfänglich unterstützen werden. Am heutigen Freitag erhielten die Schülerinnen und Schüler und das Lehrerkollegium der städtischen Schule Besuch von zwei Schulpsychologinnen. Eine erste telefonische Verbindung zwischen Schul- und Dezernatsleitung hatte es bereits kurz nach der Tat gegeben, bestätigte die Fachverwaltung. Der 14-Jährige Täter wurde nach Absprache von der Schule ausgeschlossen.
Die Verantwortlichen betonten dabei, dass die Thematik "Gewalt in der Schule" bereits seit längerer Zeit in der Schule behandelt werden. Die städtische Hauptschule ist beispielsweise im "Netzwerk Erziehung in Schulen" im Stadtbezirk Chorweiler aktiv. Hier arbeiten die verschiedenen Akteure wie Jugendamt, Polizei auf fachlich-operativer Ebene zusammen. Auch in der Schule selbst geht man offen mit diesem Thema um. Jeder Schüler muss eine Art Vertrag mit der Schulleitung abschließen und damit eine Reihe verbindlicher Verhaltensregeln anerkennen. In den sechsten bis neunten Klassen finden zudem regelmäßige "Coolness-Training" zur Gewaltprävention statt. In den neunten und zehnten Klassen gibt es zudem seit inzwischen zwei Jahren ein Streitschlichtungsprogramm, dass von sachkundigen Lehrern angeboten wird. Problemfälle werden zudem regelmäßig in den Jahrgangsstufen-Konferenzen durchgeführt, betonten die Kölner Schulverantwortlichen abschließend.


























