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25. 05. 2012
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Kölner Archiveinsturz: Defekte Schlitzwand ist mögliche Ursache


25.10.2009 16:48 von:

Schlagwörter: Köln,Archiv,Einsturz,Unglück,Ursachforschung,KVB,Staatsanwaltschaft,Waidmarkt

Die Unglücksursache für den Einsturz des Historischen Archiv am Waidmarkt scheint gefunden. Wie der Focus am heutigen Sonntag auf seiner Online-Seite bekannt gab, soll eine defekte Schlitzwand das Archivgebäude und zwei benachbarte Wohnhäuser zum Einsturz gebracht haben. Das Nachrichtenmagazin hatte nach Hinweisen aus Justizkreisen die mögliche Ursache verkündet. Seit dem Unglück untersucht die Kölner Staatsanwaltschaft die Gründe für den Einsturz. Die Schlitzwände sollten eigentlich das Eindringen von Grundwasser verhindern. Durch den Defekt kam es jedoch offenbar zu einem hydraulischen Grundbruch, bei dem Schlamm, Grundwasser und Geröll in die Tunnelröhre einbrach. Kurze Zeit später gab das Fundament des Archivgebäudes nach und stürzte in die Baugrube. Bei dem Unglück am 3. März dieses Jahres kamen zwei junge Männer ums Leben.

Dem Focus-Bericht zufolge befand sich die besagte Wand zwei bis drei Meter unter der Sohle des Tunnelbauwerks. Die Ermittler scheinen nun nach monatelangen Untersuchungen und diversen Bohrungen sicher zu sein, dass diese Schlitzwand löchrig war und folglich das Unglück verursacht hatte. Um jedoch völlig sicher zu sein, müssten die Ermittler an die besagte Stelle vordringen, die aber liegt nach Angaben des Magazins 40 Meter unter der Erde. Das Risiko einer solch tiefen Grabung sei jedoch derzeit noch zu hoch, hieß es dazu weiter. Das Magazin sprach zudem davon, dass die unterschiedlichen Interessen des Bauherrn KVB, der ausführenden Arbeitsgemeinschaft, die im Auftrag der KVB das Tunnelbauwerk errichtete, und der Staatsanwaltschaft die Ursachenforschung behindert haben soll.

Neben den zwei Toten wurden große Mengen an historischen Kostbarkeiten in die Baugrube gerissen. Noch immer befindet sich ein nicht unerheblicher Teil der Archivalien aus dem Gebäude in der Baugrube, allerdings unterhalb des Grundwasserspiegels. Experten schätzen, dass inzwischen knapp 90 Prozent des Archivgutes geborgen sind. Der größte Teil der so geborgenen Archivalien ist jedoch in einem teilweise stark zerstörten Zustand. Die Sanierung und Restauration dieser Materialien von historischem Wert dürfte noch Jahrzehnte dauern und einen hohen dreistelligen Millionen Euro-Betrag fordern. Außerdem wird sich die Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn um mehrere Jahre verzögern. Derzeit gehen die Kölner Verkehrs Betriebe KVB von einem Fertigstellungsdatum im Jahr 2013 aus. Ursprünglich sollten die ersten beiden Bauabschnitte im Jahr 2011 in Betrieb gehen.







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