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26. 05. 2012
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Kölner Lärmaktionsplattform hat schon 850 Vorschläge


06.12.2010 00:29 von:

Schlagwörter: Köln,Lärm,Lärmaktionsplanung,2010,Dezember,Beteiligung,Phase,Vorschlag,Bewertung

Köln entdeckt seine Lärmquellen. Im Rahmen der Lärmaktionsplanung scheint sich das Online-Beteiligungskonzept der Stadt Köln erneut zu bewähren. Nach den ersten beiden Wochen der Beteiligungsphase verzeichnet die Beteiligungsseite zum Ende dieser Woche mit rund 850 Vorschlägen aus der Bevölkerung. Die Mehrzahl der eingereichten Vorschläge legen nahe, durch Geschwindigkeitsreduzierungen auch eine Verminderung der Lärmemissionen zu erreichen. Auch die Diskussion um ein mögliches Nachtflugverbot erhält durch die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger wieder neue Nahrung. Bis zum gestrigen Freitag hatten mehr als 6000 Nutzer die Seite besucht, 3500 Bewertungen verteilten sich auf die einzelnen Vorschläge, meldete die Stadt am gestrigen Freitagabend.

Ein deutlicher Schwerpunkt zeichnet sich zum Thema "Straßenlärm" ab, das scheint die Teilnehmenden am intensivsten zu bewegen. Rund die Hälfte aller abgegebenen Vorschläge wurden hierzu gemacht, gefolgt von "Fluglärm" mit 19 Prozent, "Schienenlärm der Deutschen Bahn AG" mit 15 Prozent und "sonstiger Schienenlärm" (KVB und HGK) mit 4 Prozent aller Vorschläge. Beim Top-Thema Straßenlärm ist ein erkennbarer inhaltlicher Schwerpunkt die Forderung nach Geschwindigkeitsbegrenzungen, um damit eine deutliche Reduzierung der Lärmbelästigung zu erreichen, gefolgt von Vorschlägen zur Verkehrsführung. Die bisher am weitesten gehende Forderung eines Teilnehmenden lautet "Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet", ein anderer will die generelle Tempobegrenzung nur in den Nachtzeiten. Auch die zukünftige Regelung des Flugverkehrs ist für viele Kölnerinnen und Kölner ein Thema auf der Plattform. Derzeit ist die Beteiligung und Aktivierung noch recht unterschiedlich. Während beispielsweise in Stadtteilen wie Junkersdorf das bereits sehr gut funktioniert, gibt es in anderen Regionen der Stadt noch Aufholbedarf, so die Beobachtung der Redaktion. In einigen Bereichen der Stadt gebe es sogar noch weiße Lücken, obwohl es mit Sicherheit auch hier Lärmquellen gibt.

Die Beteiligungsplattform basiert auf einer Entwicklung der Firma Zebrolog und des Fraunhofer-Instituts, die bereits bei den beiden Bürgerhaushalten in den Jahren 2007 und 2009 eingesetzt und mit mehreren Preisen bedacht. Die Beteiligungsphase läuft noch bis zum 12. Dezember dieses Jahres. Bis dahin können die Vorschläge bewertet und kommentiert werden. In der anschließenden politischen Beratung werden die 100 best bewerteten Vorschläge eingebracht. Sie sollen in den Lärmaktionsplan der Stadt einfließen.

Weitere Informationen zur Lärmaktionsplanung finden sie auf der Internetseite der Stadt unter: www.stadt-koeln.de.







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