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26. 05. 2012
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Kölner Museumsdienst überspringt 100.000 Besucher-Marke


22.07.2009 15:13 von:

Schlagwörter: Köln,Museumsdienst,Internet,Onlinebuchung,Jahresbilanz,2008,Anstieg,Besucherzahl

Der Kölner Museumsdienst boomt. Am heutigen Mittwoch stellte der Leiter des Museumsdienstes, einer der ältesten in Deutschland überhaupt, die Jahresbilanz für das abgelaufene Jahr vor. Nachdem Dr. Matthias Hamann im Vorjahr die magische Marke von 100.000 Besucher noch knapp verpasste, verzeichnete der Museumsdienst im vergangenen Jahr einen Besucheranstieg von rund 14 Prozent. Insgesamt erreichte der Museumsdienst im vergangenen Jahr damit rund elf Prozent aller Museumsbesucher, auch damit liegt die Kölner Serviceeinrichtung deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von sieben bis acht Prozent, wie Hamann verkündete. Neben den Stellenzusetzungen – inzwischen arbeiten 23 Festangestellte und mehr als 90 freie Mitarbeiter beim Museumsdienst – waren aber auch neue Konzepte für den Besuchersprung verantwortlich. So stieg mit der Besucherzahl auch die Summe der Veranstaltungen, die der Museumsdienst in 2008 anbot. Deren Anzahl stieg mit 16,2 Prozent (auf 5842) sogar noch etwas stärker an als die Besucherzahl, die mit 113.687 einen neuen Rekordwert erreichte. Neben den zugkräftigen Sonderausstellungen machte Hamann für den Sprung nach oben auch die "Wiederbespielung" des Museums für Angewandte Kunst verantwortlich. Zudem wurde das Team des Museumsdienstes kräftig ausgebaut. Mit Wirkung zum Monatsanfang wurde der Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit dem Museumsdienst zugeordnet. In den vergangenen beiden Jahren stieg die Zahl der festangestellten Mitarbeiter um sieben auf jetzt 23 an, wie Hamann betonte.

Neue Aufgaben

Mit der Ausweitung des Personalstamms kommen dem Museumsdienst zugleich neue Aufgabenfelder zu. Auch bei der Ausarbeitung der einzelnen Programmpunkt ließen sich Hamann und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Einiges einfallen. So wurden im vergangenen Jahr einige neue museumspädagogische Konzepte erfolgreich in die Tat umgesetzt. Um vor allem jüngeren Zielgruppen das Museum nahe zu bringen, gab es erstmals eine Kombination aus Rollenspiel und Lesung (im Museum Ludwig), Maskenworkshops im Römisch-Germanischen Museum oder einen Kurs "Creative Writing", der sich an junge Erwachsene richtet. Am Ziel sieht sich Hamann dabei noch lange nicht. Der Direktor des Museumsdienstes will mit frischen Ideen und neuen Konzepten vor allem die Zielgruppe der 18- bis 45-Jährigen (immerhin rund 425.000 Kölner Einwohner) für die Kulturbetriebe begeistern. Ein weiterer wichtiger Ansatz sind Fortbildungen für Lehrer und eine stärkere Zusammenarbeit mit den Schulen in der Domstadt und der Region. Bei den auswärtigen Gästen hat Hamann vor allem die Zielgruppe der Tagesgäste aus den Nachbarländern wie Benelux, Frankreich oder Italien im Visier. "Wir werden auch weiter intensiv an unserer Produktpalette arbeiten", versprach der Leiter des Museumsdienstes.

Neues Online-Buchungssystem erhöht Erreichbarkeit

Der relativ späte Zeitpunkt der Jahresbilanz hatte aber einen anderen Grund. Mit dem heutigen Mittwoch schaltete die Stadt den neuen Internetauftritt des Museumsdienstes frei. "Wir schließen damit eine Lücke und sind nun rund um die Uhr erreichbar", erklärte Hamann. Hatte der Museumsdienst auf der Internetseite der Kölner Museen bislang eher ein Schattendasein gefristet, soll die neue Website nun den Einzug ins Internetzeitalter einläuten. Mit einem Online-Buchungssystem, dem zentralen neuen Modul, ist fortan eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit gewährleistet. Bislang mussten sich Gruppen, Schulklassen oder Einzelpersonen über Telefon oder per Fax zu den Führungen oder Kursen anmelden. "Ab sofort geht das auch um 23 Uhr oder am Wochenende", so Hamann, der auch in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg der Zahlen rechnet. So steht ab sofort auch das NS-Dokumentationszentrum als neuntes Kölner Museum in diesem Jahr auf der Liste der Kölner Einrichtungen, die vom Museumsdienst begleitet werden. Große Hoffnungen macht sich Hamann von der Einrichtung der Archäologischen Zone. Schon im vergangenen Jahr verzeichnete der Museumsdienst hier rund 5000 Besucher, das reichte immerhin für Platz fünf in der Liste der bespielten Kultureinrichtungen. Mehr als drei Viertel aller Kurs- und Veranstaltungsteilnehmer des Museumsdienstes konzentrieren sich aber auf die "Großen Drei" der Kölner Museumslandschaft: das Museum Ludwig, das Römisch-Germanische Museum und das Wallraf.

Nach einem fulminanten Start der für Kölner kostenlosen Köln-Tage wurde es zuletzt etwas ruhiger. Der Leiter des Museumsdienstes will die Entwicklung sehr genau beobachten, räumte aber zugleich ein, dass es in einer der letzten Besuchstage tatsächlich einen Ausreißer nach unten gab. "Das hing mit dem heißen Wetter zusammen", so Hamann. Insgesamt aber zeigte sich Hamann mit der Einrichtung des Köln-Tages und den bisherigen Erfahrungen sehr zufrieden. Bei größeren Häusern sei die Resonanz ausgesprochen erfreulich und die kleineren Häuser, unter anderem das Museum für Angewandte Kunst, seien besser gefüllt als an normalen Besuchertagen. "Der Ansturm verteilt sich", so Hamann abschließend. Zur systematischen Aufarbeitung lässt die Stadt Köln die Köln-Tage außerdem von einer Diplomandin beobachten, hieß es dazu abschließend.

Die neue Homepage des Museumsdienstes finden Sie im Internet unter: www.museenkoeln.de.







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